State Street hat nachgekauft. Der US-Vermögensverwalter hält nun 3,05 Prozent der Stimmrechte an Vulcan Energy — genug, um die Meldeschwelle zu überschreiten und ein klares Signal zu setzen.
Institutionelles Interesse wächst
Die Schwelle von 3,0 Prozent überschritt State Street am 18. Juni 2026. Damit kontrolliert der Bostoner Konzern jetzt rund 14,6 Millionen Aktien des deutschen Lithiumprojektentwicklers. Das ist ein Anstieg von zuvor 2,90 Prozent.
Parallel dazu haben Führungskräfte des Unternehmens ihre eigenen Positionen ausgebaut. CEO Cris Moreno wandelte 137.459 Performance Rights in Aktien um. Executive Chair Dr. Francis Wedin und Director Dr. Guenter Hilken folgten mit kleineren Umwandlungen. Marktbeobachter werten solche Schritte als Bekenntnis zum langfristigen Kurs.
Technologie reist nach Bolivien
Vulcan Energy exportiert erstmals sein Kerntechnologie-Know-how. EAU Lithium, eine Tochter von Cosmos Exploration, hat eine formelle Kaufoption auf Vulcans A-DLE PP4-Pilotanlage ausgeübt. Die Anlage soll künftig Lithium aus bolivianischen Solen extrahieren.
Das ist bemerkenswert. Die Pilotanlage war bislang zentrales Entwicklungswerkzeug für das Kernprojekt „Lionheart“ im Oberrheintal. Ihr Einsatz in Südamerika zeigt, dass die VULSORB-Technologie über Europa hinaus Abnehmer findet — auch wenn der Transaktionswert überschaubar bleibt.
Kurs weit unter Jahreshoch
Die Aktie notiert bei 2,00 Euro, knapp 50 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 3,98 Euro aus dem Oktober 2025. Seit Jahresbeginn hat der Kurs fast ein Viertel verloren. Der RSI liegt bei 41,5 — weder überkauft noch überverkauft.
Das institutionelle Interesse trifft also auf eine Aktie, die technisch unter Druck steht. Vulcan Energy liegt unterhalb des 50-Tage-Durchschnitts von 2,16 Euro und deutlich unter dem 200-Tage-Schnitt von 2,61 Euro. Der breite Gegenwind im Batteriemetallsektor macht sich bemerkbar.
Baustellen und Konferenzen
Auf der Fastmarkets-Konferenz in Las Vegas präsentiert Vulcan Energy noch bis zum 25. Juni den Stand des Lionheart-Projekts. Ende Mai hatte das Unternehmen das Finanzierungspaket für die erste Bauphase abgeschlossen.
Im Fokus steht jetzt die Umsetzung: Baustart an den Upstream-Standorten in Landau und am zentralen Lithiumwerk im Industriepark Höchst in Frankfurt. Gelingt der reibungslose Übergang von der Finanzierungsphase in den Bau, könnte das die Grundlage für eine Neubewertung der Aktie liefern.
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