Baufortschritt auf mehreren Fronten, ein Royalty-Erlass vom Staat — und trotzdem bleibt eine zentrale Frage offen: Woher kommt das Geld? Vulcan Energy treibt sein Lithiumprojekt im Oberrheintal voran, doch das Management hat selbst eingeräumt, dass vor dem geplanten Produktionsstart 2028 weiteres Kapital nötig sein wird.
Royalty-Erlass hilft — löst aber nichts
Rhineland-Pfalz hat Vulcan Energy von Bergbauabgaben befreit. Die Regelung gilt zunächst bis Ende 2030 und stützt sich auf Paragraf 32.2 des Bundesberggesetzes. Damit stellt das Land Lithiumförderung mit Geothermieprojekten gleich, die seit 2009 ähnliche Erleichterungen genießen.
Für Vulcan bedeutet das: weniger Kostendruck genau dann, wenn die Investitionsausgaben für das Lionheart-Projekt am höchsten sind. Ein echter Vorteil — aber kein Ersatz für frisches Kapital.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Vulcan Energy?
Verwässerungsrisiko bleibt real
Das Unternehmen hat sich das Ziel gesetzt, bis 2028 jährlich 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid zu produzieren. Dafür braucht es mehr Geld als bisher gesichert. Das Risiko weiterer Kapitalerhöhungen drückt auf die Stimmung. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis liegt bei nur 1,1 — ein Zeichen, dass der Markt die Unsicherheit einpreist.
Die kommerzielle Basis ist solide. Vulcan hält zehnjährige Abnahmeverträge mit Stellantis, LG Corp, Umicore und Glencore. Glencore allein hat sich zu bis zu 44.000 Tonnen über acht Jahre verpflichtet. Rund 72 Prozent des vertraglich gesicherten Volumens im ersten Jahrzehnt sind durch feste oder Mindestpreise abgesichert.
Baustellen im Hochlauf
Die Bauaktivitäten nehmen Fahrt auf. Am zweiten Bohrstandort Trappelberg bei Landau hat Vulcan offiziell begonnen. Die Hauptbohrphase an den Standorten Trappelberg und Schleidberg ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant. Das zentrale Lithiumwerk im Industriepark Höchst soll ebenfalls 2026 in Bau gehen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Vulcan Energy?
Ein Fremdfinanzierungspaket von rund 1,19 Milliarden Euro steht bereits. HOCHTIEF und seine Tochter Sedgman übernehmen das Engineering und Projektmanagement für Lionheart — nach einem Ausschreibungsverfahren.
Aktie mit Aufholbedarf
Die Vulcan-Aktie hat zuletzt zugelegt: Auf der ASX stieg sie in einem Monat um mehr als 14 Prozent auf 3,74 australische Dollar. An der Börse Stuttgart kletterte sie innerhalb einer Woche um mehr als 34 Prozent auf 2,66 Euro. Über sechs Monate liegt das Papier dennoch fast 30 Prozent hinter dem australischen All Ordinaries Index. Der Fünf-Jahres-Rückgang beim Gesamtertrag beträgt 41 Prozent.
Am 29. April legt Vulcan den Quartalsbericht für Q1 2026 vor. Im Vorquartal flossen 7,2 Millionen Euro operativ ab — vor allem für Personal und Entwicklung. Der Bericht wird zeigen, ob dieser Mittelabfluss trotz der gestiegenen Bauaktivität stabil geblieben ist. Die Hauptversammlung folgt am 28. Mai.
Vulcan Energy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Vulcan Energy-Analyse vom 16. April liefert die Antwort:
Die neusten Vulcan Energy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Vulcan Energy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Vulcan Energy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


