Die Feierlichkeiten um das Finanzierungspaket von 2,2 Milliarden Euro sind vorbei. Bei Vulcan Energy rückt nun die harte Realität der Projektausführung in den Mittelpunkt. Wenn der Lithium-Entwickler am 29. April seine Quartalszahlen vorlegt, blicken Investoren vor allem auf eine Kennzahl: den Kapitalabfluss.
Spatenstich in Frankfurt
In Frankfurt hat der Bau der zentralen Lithium-Chemiefabrik begonnen. Die Anlage im Industriepark Höchst ist das Herzstück des sogenannten Lionheart-Projekts. Dort soll künftig die in Landau geförderte Lithiumchlorid-Lösung zu batteriefähigem Lithiumhydroxid verarbeitet werden.
Für die erste Ausbauphase peilt das Management eine Jahreskapazität von 24.000 Tonnen an. Parallel dazu liefert die Anlage erneuerbaren Strom und Wärme für lokale Verbraucher. Die Europäische Union stufte das Vorhaben kürzlich als strategisch wichtiges Rohstoffprojekt ein.
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Die operative Schlagzahl erhöht sich spürbar. An den Standorten Schleidberg und Trappelberg laufen die Bohrarbeiten mittlerweile zeitgleich. Entsprechend stark dürfte der Mittelabfluss im ersten Quartal ausfallen.
Im Vorquartal lagen die Ausgaben noch bei 7,2 Millionen Euro. Dieser Wert wird nun voraussichtlich deutlich steigen. Eine Befreiung von den Förderabgaben durch das Land Rheinland-Pfalz bis Ende 2030 verschafft dem Unternehmen in dieser kapitalintensiven Phase etwas finanziellen Spielraum.
Finanzierung und neue Kontrolle
Das finanzielle Fundament für den Bau steht. Ein Bankenkonsortium stellt Kredite in Milliardenhöhe bereit, flankiert von staatlichen Fördermitteln und Eigenkapital strategischer Partner. Abnahmeverträge mit Konzernen wie Stellantis und Glencore sichern rund 72 Prozent der geplanten Produktionsmenge für das erste Jahrzehnt ab.
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Um die Bauphase abzusichern, holt sich Vulcan Energy zusätzliche Expertise ins Haus. Seit Anfang April sitzt Roberto Gallardo im Verwaltungsrat. Als Strategiechef des Baukonzerns Hochtief, der im Dezember massiv bei Vulcan eingestiegen war, bringt er das nötige Infrastruktur-Wissen mit.
Dass intern ein strenger Maßstab gilt, zeigt ein Blick auf die Vergütung. Im März verfielen über 400.000 Leistungsrechte für das Management, darunter auch Anteile von CEO Cris Moreno. Bestimmte operative Meilensteine wurden offenbar verfehlt.
Auf der Hauptversammlung am 28. Mai wird das Management den Kostenrahmen für das Lionheart-Projekt detailliert verteidigen müssen. Der anstehende Zwischenbericht liefert dafür die erste echte Datengrundlage. Er wird präzise aufzeigen, wie schnell die laufenden Bohrarbeiten und der Fabrikbau die Kassen leeren.
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