Vulcan Energy Resources hat den entscheidenden Schritt gemacht: Der Spatenstich für das Lionheart-Projekt in Deutschland ist erfolgt. Nach Jahren der Planung beginnt nun der physische Aufbau der integrierten Lithium- und Geothermie-Anlage im Oberrheintal. Gleichzeitig steigen die Kursziele der Analysten deutlich – während die Aktie nahe ihrem Mehrmonatstief notiert.
Finanzierung steht, Bauarbeiten laufen
Das Fundament ist gelegt: Vulcan hat für Phase Eins des Lionheart-Projekts eine Finanzierung über 2,2 Milliarden Euro gesichert. Das Paket setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen: Der KfW-Rohstofffonds investiert 150 Millionen Euro für einen Anteil von 14 Prozent an der deutschen Tochtergesellschaft. Ein Konsortium aus HOCHTIEF, Siemens Financial Services und Demeter steuert weitere 133 Millionen Euro bei und erwirbt 15 Prozent an der Projektgesellschaft.
Hinzu kommen nicht verwässernde staatliche Zuschüsse in Höhe von 204 Millionen Euro – 100 Millionen für die Geothermie-Infrastruktur, 104 Millionen für die Lithiumproduktion. Ende Dezember verfügte Vulcan über eine Liquidität von 523 Millionen Euro.
Die Anlage soll jährlich 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid-Monohydrat für rund 500.000 Elektrofahrzeuge sowie 275 GWh Strom und 560 GWh Wärme liefern. Die geplante Projektlaufzeit beträgt 30 Jahre, der Produktionsstart ist für 2028 vorgesehen.
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Bohrtests übertreffen Erwartungen
Ein technischer Meilenstein ging dem Baustart voraus: Die ersten Tests an der Bohrung LSC-1b zeigten einen Produktivitätsindex zwischen 2,1 und 2,5 Litern pro Sekunde und Bar. Die gemessenen Durchflussraten lagen bei 105 bis 125 Litern pro Sekunde – deutlich über den ursprünglich geplanten 84 bis 94 Litern.
Die Bohrarbeiten werden 2026 fortgesetzt, eine zweite Bohranlage soll in der zweiten Jahreshälfte zum Einsatz kommen.
Abnahmeverträge mit Glencore und Stellantis
Kommerziell ist Vulcan durch verbindliche Abnahmeverträge mit vier Partnern abgesichert: Stellantis, LG Energy Solution, Umicore und Glencore. Alle Vereinbarungen sind als Take-or-Pay-Verträge ausgestaltet und laufen über sechs bis zehn Jahre.
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Der jüngste Vertrag mit Glencore umfasst 36.000 bis 44.000 Tonnen Lithiumhydroxid über acht Jahre – etwa 20 Prozent der geplanten Produktionsmenge. Rund 72 Prozent der vertraglich zugesicherten Volumina der ersten Dekade sind durch Festpreise oder Mindestpreise gesichert, die laut Vulcan deutlich über den aktuellen Spotmarktpreisen liegen.
Kursziele steigen, Aktie unter Druck
Trotz des operativen Fortschritts steht die Aktie unter Druck. Am 3. März 2026 notierte Vulcan Energy an der ASX bei 3,64 AUD, nachdem der Titel im Oktober 2025 noch 7,52 AUD erreicht hatte. Das durchschnittliche Analystenkursziel wurde Ende Februar auf 6,10 USD angehoben – ein Anstieg von über 62 Prozent gegenüber der Dezember-Schätzung von 3,76 USD. Die Spanne der Kursziele reicht von 3,00 bis 8,36 USD und spiegelt die unterschiedlichen Einschätzungen zum Umsetzungsrisiko wider.
Institutionelle Investoren haben ihre Positionen zuletzt teilweise angepasst: Van Eck Associates erhöhte seinen Anteil im Januar auf 5,04 Prozent. Gleichzeitig sank die Gesamtzahl institutioneller Investoren im letzten Quartal um knapp 28 Prozent auf 26.
Umsetzung im Fokus
Die kommenden Quartalsberichte werden zeigen, wie zügig die Bauarbeiten voranschreiten. Der Jahresbericht am 30. März 2026 und der Quartalsbericht am 29. April dürften erste Einblicke in den Baufortschritt und die Mittelverwendung liefern. Das Management hat bereits angedeutet, dass für das Erreichen der vollen Kapazität zusätzliches Kapital erforderlich sein könnte – möglicherweise durch Eigenkapitalmaßnahmen oder Teilverkäufe von Anlagen.
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