Der Lithium-Entwickler Vulcan Energy liefert derzeit am laufenden Band operative Fortschritte für sein Geothermie-Projekt im Oberrheingraben. Die Bauarbeiten schreiten voran und die Finanzierung in Milliardenhöhe steht. Trotzdem bewertet der Markt das Unternehmen weiterhin mit einem massiven Abschlag gegenüber der Konkurrenz.
Zwar verzeichnete das Papier in dieser Woche ein Plus von mehr als zwölf Prozent und kletterte auf 2,24 Euro. Der größere Trend zeigt jedoch ein anderes Bild. Mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von lediglich 1,1 wird Vulcan Energy deutlich unter dem Branchendurchschnitt von 5 gehandelt. Auch auf Sicht von sechs Monaten hinkt der Titel dem breiten australischen Markt spürbar hinterher. Marktbeobachter gehen davon aus, dass Investoren weiterhin erhebliche Ausführungsrisiken bei den anstehenden Bohrungen und dem späteren Produktionshochlauf einpreisen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Vulcan Energy?
Baufortschritte und Milliarden-Finanzierung
Operativ treibt das Unternehmen sein Lionheart-Projekt derweil zügig voran. Nach dem Start am ersten Standort haben nun die Vorbereitungen am zweiten Bohrplatz Trappelberg bei Landau begonnen. Dort wurde bereits ein Grundwassermessbrunnen fertiggestellt, bevor in der zweiten Jahreshälfte 2026 die eigentlichen Bohrarbeiten starten sollen.
Die finanzielle und rechtliche Basis für diese Expansion ist gesichert. Die Europäische Investitionsbank (EIB) bestätigte ein Darlehen über 250 Millionen Euro. Insgesamt hat Vulcan ein Finanzierungspaket von rund 2,2 Milliarden Euro geschnürt, um die erste Projektphase vollständig abzudecken. Flankiert wird dies durch die kürzlich erteilte LiThermEx-Lizenz, die den kommerziellen Lithiumabbau am Standort Insheim für die nächsten sechs Jahre rechtlich absichert. Ziel ist es, ab 2028 rund zwölf Prozent des europäischen Bedarfs an Lithiumhydroxid zu decken.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Vulcan Energy?
Strategische Personalie und anstehende Zahlen
Auf Führungsebene gab es Anfang April eine wichtige Ergänzung. Roberto Gallardo, Chief Strategy Officer bei HOCHTIEF, ist in das Board of Directors von Vulcan eingezogen. Diese Personalie untermauert die enge Bindung zum Baukonzern, der sich im vergangenen Dezember mit 169 Millionen Euro an dem Lithium-Entwickler beteiligt hatte.
Neue Einblicke in den Projektzeitplan und die Budgetentwicklung liefert der Quartalsbericht am 29. April. Nachdem im Vorquartal vor allem Personal- und Entwicklungskosten für einen operativen Mittelabfluss von 7,2 Millionen Euro sorgten, werden Investoren die aktuellen Ausgaben genau prüfen. Am 28. Mai folgt dann die ordentliche Hauptversammlung, für die die Nominierungsfrist am 15. April endet.
Vulcan Energy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Vulcan Energy-Analyse vom 10. April liefert die Antwort:
Die neusten Vulcan Energy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Vulcan Energy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Vulcan Energy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

