Was lange währt, wird endlich Wirklichkeit: Vulcan Energy hat den entscheidenden Durchbruch bei seinem Flaggschiff-Projekt in Deutschland geschafft. Ein Mega-Auftrag über 110 Millionen Euro bringt das umstrittene Lithium-Vorhaben jetzt richtig in Fahrt – und könnte Europas Traum von der eigenen Batterieproduktion retten.
Der 110-Millionen-Euro-Durchbruch
Das Herzstück der Aufholjagd ist ein festes Engineering-Procurement-Construction-Abkommen mit dem Konsortium aus Turboden und ROM Technik. Der Deal im Festpreis-Turnkey-Format umfasst den kompletten Bau eines geothermischen Kraftwerks bei Landau und bringt Vulcans Phase-One-Projekt „Lionheart“ entscheidend voran.
Besonders brisant: Die integrierte Anlage soll gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Neben 275 GWh Ökostrom pro Jahr peilt Vulcan die Produktion von 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid an – genug für etwa 500.000 Elektroautos jährlich. In einer Zeit, in der Europa verzweigt nach lokalen Batterie-Rohstoffen sucht, könnte dieses Timing kaum besser sein.
Europas Lithium-Lücke schließt sich
Während die EU mindestens 40% ihrer Materialverarbeitung im eigenen Binnenmarkt ansiedeln will, fehlt es bislang an lokalen Lieferketten für batterietaugliches Lithiumhydroxid. Genau hier setzt Vulcan Energy an: Das Unternehmen erschließt mit seinem integrierten Ansatz das größte Lithium-Vorkommen Europas im Oberrheingraben.
Die jüngsten Erfolge geben Grund zur Hoffnung: Neben dem Mega-Auftrag erhielt Vulcan bereits die Baugenehmigung für das 30-Megawatt-Kraftwerk und die notwendige Flächenfreigabe vom Landauer Stadtrat. Auch die Technologie für die Lithium-Elektrolyse ist mit NORAM bereits gesichert.
Countdown bis zur Finanzierung
Jetzt kommt es auf das finale Puzzleteil an: Der unterzeichnete Vertrag dient als entscheidende Voraussetzung für die anstehende Projektfinanzierung. Vulcan Energy peilt den Abschluss der Finanzierungsrunde samt weiterer Projektvereinbarungen für das zweite Halbjahr 2025 an.
Die Performance-Garantien im Vertrag inklusive Lieferplänen und Betriebsspezifikationen zeigen, dass die Partner an den Erfolg glauben. Allerdings: Bei erheblichen Vertragsverletzungen oder Verzögerungen von mehr als neun Monaten behalten sich die Parteien Standard-Kündigungsklauseln vor.
Steht Vulcan Energy vor der lang ersehnten Wende – oder droht dem ambitionierten Projekt doch noch ein Strich durch die Rechnung? Die nächsten Monate werden es zeigen.
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