State Street hat die Schwelle von 3 Prozent der Stimmrechte bei Vulcan Energy überschritten — ausgerechnet an einem Tag, an dem die Aktie abstürzt. Der Kurs fiel im europäischen Handel um 5,62 Prozent auf 2,22 Euro. An der australischen Heimatbörse ASX war das Minus noch deutlicher: 8,59 Prozent auf 3,51 australische Dollar.
Lithium unter Druck
Der Ausverkauf trifft nicht nur Vulcan Energy. Lithium-Futures an der GFEX-Börse verloren 4,6 Prozent auf 160.750 CNY pro Tonne. Der S&P/ASX 200 Materials Index gab mehr als 3 Prozent nach. Die gesamte Rohstoffbranche steht unter Druck.
Charttechnisch sieht es mäßig aus. Der aktuelle Kurs liegt rund 15 Prozent unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts von 2,61 Euro. Seit Jahresbeginn hat die Aktie bereits 15 Prozent verloren. Der RSI von 47,7 signalisiert dabei neutrale Dynamik — kein Ausverkaufssignal, aber auch keine Erholung in Sicht.
State Street stockt auf
Die Meldung von State Street kam per WpHG-Pflichtmitteilung. Der US-Vermögensverwalter hält nun 3,17 Prozent der Stimmrechte, entsprechend rund 15,2 Millionen Aktien. Technisch überschritten wurde die 3-Prozent-Schwelle bereits am 18. Mai. Die formale Veröffentlichung folgte heute. Zuvor lag die gemeldete Position bei 2,58 Prozent.
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Vorstand wandelt Rechte um
Parallel dazu haben drei Vorstandsmitglieder Performance Rights in Aktien umgewandelt. Managing Director Francis Wedin erhielt 9.724 neue Aktien und hält nun gut 16,5 Millionen Anteile. Günter Hilken wandelte 4.746 Rechte um, Cristobal Moreno 134.710 Rechte.
Moreno verkaufte anschließend rund 120.000 Aktien — ausdrücklich zur Deckung von Steuerverbindlichkeiten. Es war sein erster Aktienverkauf seit 2022. Netto stieg seine Beteiligung trotzdem.
Die Kombination aus institutionellem Einstieg und Vorstandsaktivität fällt in einen schwierigen Marktmoment. Wie schnell sich Lithium erholt, entscheidet maßgeblich darüber, ob der aktuelle Kurs ein Boden ist oder nur eine Zwischenstation.
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