Baustart, Großkunden, Siemens als letzter Puzzlestein — Vulcan Energy hat für sein Lionheart-Projekt in Deutschland eine kommerzielle Basis aufgebaut, die für einen Lithiumentwickler vor der Produktion ungewöhnlich solide wirkt.
Offtake-Verträge decken fast drei Viertel der Produktion ab
Die Kundenliste liest sich wie ein Who’s who der Automobil- und Rohstoffbranche. Stellantis hat 128.000 Tonnen Lithiumhydroxid über zehn Jahre gebucht. LG Energy Solution nimmt 31.000 Tonnen über sechs Jahre ab, Umicore ebenfalls 23.000 Tonnen im gleichen Zeitraum. Glencore sichert sich 36.000 bis 44.000 Tonnen über acht Jahre.
Entscheidend ist die Preisstruktur. Rund 72 Prozent der vereinbarten Mengen sind an Festpreise oder Mindestpreise gebunden. Das schützt Vulcan vor dem Schlimmsten in einem Markt, der in den vergangenen Jahren stark geschwankt hat.
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Siemens schließt das Lieferantennetz
Den letzten großen Vertrag hat Vulcan mit Siemens geschlossen. Das Rahmenabkommen im Wert von 40 Millionen Euro macht Siemens zum Hauptautomatisierungspartner für alle drei Standorte: die Lithiumextraktionsanlage in Landau, die zentrale Lithiumanlage im Industriepark Höchst in Frankfurt und die Produktionsbohrstandorte.
Siemens Financial Services beteiligt sich außerdem als Minderheitsinvestor — gemeinsam mit Hochtief und Demea Sustainable Investment. Ein Memorandum of Understanding sichert Siemens den Status als bevorzugter Automatisierungslieferant bis 2035.
Bau läuft, Kapitalbedarf bleibt offen
Phase One zielt auf 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid pro Jahr. Als Nebenprodukte entstehen 275 Gigawattstunden erneuerbarer Strom und 560 Gigawattstunden Wärme für lokale Abnehmer — über eine geplante Projektlaufzeit von 30 Jahren. Das Finanzierungspaket von 2,2 Milliarden Euro steht seit Dezember 2025.
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Die Hauptbohrphase an den Standorten Schleidberg und Trappelberg ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant. Das Management hat bereits signalisiert, dass das Produktionsziel von 24.000 Tonnen bis 2028 zusätzliches Kapital erfordert. Verwässerung bleibt damit ein reales Thema.
Auf dem Lithiummarkt stabilisieren sich die Preise zuletzt. Batterie-Lithiumcarbonat notierte Ende April bei 20.500 US-Dollar je Tonne CIF Europa, Lithiumhydroxid bei 19.800 US-Dollar. Kein Boom — aber keine weiteren Einbrüche.
Am 28. Mai trifft sich Vulcan Energy zur Hauptversammlung in Perth. CEO Cris Moreno wird dort Rede und Antwort stehen — zum Baufortschritt und zu den offenen Fragen rund um den weiteren Kapitalbedarf.
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