Vulcan Energy baut im Eiltempo. Das Geothermie- und Lithiumprojekt im Oberrheingraben nimmt Gestalt an. Der Aufstieg in den australischen Leitindex ASX 200 unterstreicht die neuen Dimensionen des Unternehmens. Die eigentliche Bewährungsprobe steht dem Management jedoch erst noch bevor.
Hoher Kapitalbedarf für Lionheart
Die Arbeiten am Vorzeigeprojekt Lionheart verschlingen viel Geld. Im ersten Quartal flossen 76 Millionen Euro in die Entwicklung. Vulcan bezahlte damit Kraftwerkstechnik, Grundstücke und Bauunternehmen.
Ende März lagen noch rund 364 Millionen Euro auf den Konten. Hinzu kommen 63 Millionen Euro an gebundenen Sicherheiten. Das reicht für den Moment. Für den großen Wurf braucht das Unternehmen aber den formalen Finanzabschluss.
Dieser Schritt wird für das zweite Quartal erwartet. Er schaltet Kredite von knapp 1,2 Milliarden Euro frei. Obendrein fließen dann staatliche Fördermittel in dreistelliger Millionenhöhe. Ein weiterer Pluspunkt: Rheinland-Pfalz erlässt dem Unternehmen bis 2030 die Förderabgaben für Lithium.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Vulcan Energy?
Bohrerfolge und prominente Kunden
Auf der Baustelle im Frankfurter Industriepark Höchst rollen bereits die Bagger. Dort entsteht die zentrale Anlage. Sie soll künftig Lithiumchlorid aus Landau in batteriefähiges Lithiumhydroxid umwandeln. Parallel dazu meldet Vulcan Fortschritte bei der Rohstoffgewinnung.
Die sechste Bohrung erreichte kürzlich ihre Zieltiefe von 3.000 Metern. Erste Tests folgen in den kommenden Wochen. Bis Jahresende plant das Team zwei weitere Bohrungen.
Die Abnehmer für das weiße Gold stehen bereits Schlange. Stellantis und LG haben sich große Teile der Produktion gesichert. Etwa 72 Prozent der Verträge enthalten feste Preise oder Preisuntergrenzen. Das schützt Vulcan vor Schwankungen am Lithiummarkt. Kürzlich unterschrieb auch Glencore einen achtjährigen Abnahmevertrag.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Vulcan Energy?
Verwässerung bleibt ein Risiko
Trotz der vollen Auftragsbücher bleiben Risiken. Bauverzögerungen oder Probleme bei der Verarbeitung könnten den Zeitplan kippen. Analysten verweisen auf die Herausforderung, eine deutlich größere Bilanz zu steuern.
Das Ziel: Ab 2028 will Vulcan jährlich 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid produzieren. Das Management hat bereits signalisiert, dass dafür weiteres Geld nötig ist. Eine Verwässerung der bestehenden Aktienanteile bleibt ein realistisches Szenario.
Rückenwind bringt der neue Großaktionär Hochtief. Der Baukonzern investierte 169 Millionen Euro in Vulcan. Seit April sitzt Hochtief-Stratege Roberto Gallardo im Aufsichtsrat.
Am 28. Mai lädt Vulcan Energy zur Hauptversammlung nach Perth. CEO Cris Moreno wird dort den aktuellen Stand des deutschen Lithiumprojekts präsentieren. Aktionäre dürften dabei vor allem auf ein Signal warten. Die Bestätigung des milliardenschweren Finanzabschlusses wird die Richtung der Aktie für das zweite Halbjahr vorgeben.
Vulcan Energy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Vulcan Energy-Analyse vom 4. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Vulcan Energy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Vulcan Energy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Vulcan Energy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

