Der Bau des milliardenschweren Lionheart-Projekts im Oberrheingraben nimmt Fahrt auf. Das hinterlässt tiefe Spuren in der Bilanz von Vulcan Energy. Während die Bagger rollen, schmilzt das finanzielle Polster des Lithium-Entwicklers spürbar ab. Ein Entgegenkommen der Politik verschafft dem Unternehmen nun etwas Luft.
Ende März wies Vulcan Energy noch liquide Mittel von gut 364 Millionen Euro aus. Zum Jahreswechsel lagen noch 523 Millionen Euro auf den Konten. Der Rückgang markiert den Übergang in eine hochgradig kapitalintensive Phase.
Der Bau an mehreren Standorten verschlingt Geld. Parallel dazu treibt das Management den formellen Abschluss für das Finanzierungspaket voran. Das „Financial Close“ für die Fremd- und Eigenkapitalmittel in Höhe von 2,2 Milliarden Euro wird für das zweite Quartal erwartet. Weitere 63 Millionen Euro sind derzeit als Sicherheiten gebunden.
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Steuerbefreiung entlastet die Bilanz
Eine regulatorische Entscheidung aus Mainz liefert derweil direkten Rückenwind. Das Land Rheinland-Pfalz befreit die künftige Lithiumförderung von der Förderabgabe. Diese Ausnahmeregelung gilt zunächst für fünf Jahre bis Ende 2030.
Für die Projektökonomie ist das ein entscheidender Hebel. Die Befreiung senkt die Kostenbelastung exakt in der kritischen Hochlaufphase, in der das Lionheart-Projekt maximales Kapital bindet und noch keine nennenswerten Umsätze abwirft. Eine ähnliche Regelung für die Geothermie greift bereits seit 2009.
Baufortschritt und neuer Großaktionär im Verwaltungsrat
Auf operativer Ebene rückt der vierte Produktionsstandort in den Fokus. Im Landauer Gewerbepark Messegelände Südost entsteht derzeit auf zehn Hektar Fläche ein neuer Bohrplatz. Die Mobilisierung der V10-Bohranlage ist für das zweite Halbjahr geplant.
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Die enge Verzahnung mit den Partnern zeigt sich auch auf Personalebene. Roberto Gallardo, Strategiechef von Hochtief, zieht in den Verwaltungsrat von Vulcan ein. Der Essener Baukonzern ist nicht nur Ankeraktionär. Seine Tochtergesellschaft Sedgman fungiert beim Lionheart-Projekt als Generalunternehmer für Engineering und Bau.
Lithiummarkt stützt das Umfeld
Das makroökonomische Umfeld liefert eine stabile Kulisse. Für batteriefähiges Lithiumcarbonat wurden in Europa zuletzt 20.500 US-Dollar pro Tonne gezahlt. An der Börse quittieren Investoren die operativen Fortschritte mit leichten Kursgewinnen. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens liegt aktuell bei umgerechnet rund einer Milliarde Euro.
Am 28. Mai wird CEO Cris Moreno auf der Hauptversammlung in Perth die nächsten Etappenziele skizzieren. Bis dahin liegt der Fokus auf dem ausstehenden Finanzierungsabschluss. Gelingt dieser wie geplant im laufenden Quartal, ist die Finanzierung der aktuellen Bauphase formell gesichert.
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