Der Übergang vom Reißbrett in die Baugrube ist teuer. Vulcan Energy hat mit einem millionenschweren Siemens-Vertrag den letzten großen Baustein für sein europäisches Lithium-Projekt „Lionheart“ gesichert. Pünktlich zur heutigen Vorlage der Quartalszahlen rückt nun eine entscheidende Kennzahl in den Fokus der Anleger: die Geschwindigkeit des Kapitalverzehrs.
Siemens-Deal und Baustart
Der Technologiekonzern Siemens übernimmt als Hauptauftragnehmer die Automatisierung für die geplanten Anlagen in Landau und Frankfurt. Dafür unterzeichneten beide Seiten einen Rahmenvertrag über 40 Millionen Euro. Die Partnerschaft reicht über die reine Technik hinaus. Siemens Financial Services beteiligt sich mit 67 Millionen Euro an dem Vorhaben.
Der physische Startschuss für das Projekt fiel bereits vor wenigen Tagen. Am 24. April feierte Vulcan den ersten Spatenstich für die zentrale Lithiumfabrik in Frankfurt. Ab 2028 sollen dort jährlich 24.000 Tonnen batteriefähiges Lithiumhydroxid produziert werden.
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Steigende Kosten im Blick
Mit dem Baufortschritt steigen die Ausgaben. Der heutige Quartalsbericht liefert das erste finanzielle Update seit Beginn der Arbeiten. Im Vorquartal lag der operative Mittelabfluss bei 7,2 Millionen Euro. Dieser Wert dürfte durch die parallel laufenden Bohrkampagnen in Schleidberg und Trappelberg nun deutlich anziehen.
Das Unternehmen verfügte zuletzt über liquide Mittel von rund 523 Millionen Euro. Das Management wies bereits darauf hin, dass für das Produktionsziel zusätzliches Kapital nötig sein wird. Die Aussicht auf weitere Kapitalerhöhungen und eine mögliche Verwässerung der Altaktionäre belastet die Stimmung.
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Abnahmeverträge stützen den Kurs
Operativ ist das Projekt auf der Abnahmeseite weitgehend abgesichert. Rund 72 Prozent der geplanten Produktion für das erste Jahrzehnt sind über bindende Verträge vergeben. Zu den Kunden zählen Autobauer wie Stellantis sowie Batteriehersteller wie LG Energy Solution. Ein Großteil dieser Volumina unterliegt festen Preisen oder Preisuntergrenzen, was Vulcan vor den jüngsten Schwankungen am Lithiummarkt schützt.
An der Börse honorieren Investoren die jüngsten Fortschritte. Die Aktie durchbrach in einer dynamischen Bewegung wichtige gleitende Durchschnitte. An der Heimatbörse in Australien schloss das Papier bei 3,83 Dollar, in Frankfurt kletterte der Kurs auf 2,38 Euro. Das markiert eine scharfe Trendwende gegenüber dem Tief im späten März.
Der nächste Prüfstein für das Management steht bereits fest. Am 28. Mai stellt sich CEO Cris Moreno auf der Hauptversammlung in Perth den Aktionären. Dort wird der Vorstand den Zeitplan für den anvisierten Produktionsstart im Jahr 2028 detailliert verteidigen müssen.
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