VW Aktie: Düstere Prognosen!

Volkswagen verschärft seine Sanierung und plant massive Kostensenkungen von 20 Prozent. Der Betriebsrat beruft sich auf bestehende Vereinbarungen, während ein überraschender Cashflow für Diskussionen sorgt.

VW Aktie
Kurz & knapp:
  • VW-Management präsentiert verschärftes Sparprogramm
  • Betriebsrat schließt Werksschließungen aus
  • Überraschend hoher Cashflow von sechs Milliarden Euro
  • Schwache China-Verkäufe und US-Zölle belasten Konzern

Die Ende 2024 vereinbarte Sanierung war offenbar nur der Anfang. Konzernchef Oliver Blume und Finanzvorstand Arno Antlitz haben vor den 120 höchsten Führungskräften im Januar ein verschärftes Sparprogramm präsentiert: Bis 2028 sollen die Kosten um 20 Prozent sinken – ein Volumen von rund 60 Milliarden Euro. Der Grund: Die schwachen Verkäufe in China und die US-Zölle belasten den Konzern stärker als erwartet.

Die bisherigen Einsparungen in zweistelliger Milliarden-Euro-Höhe reichen nach Ansicht des Managements nicht aus. „Wir müssen die Gewinnschwelle senken“, soll Blume gesagt haben. Die Ambition von 20 Prozent weniger Kosten gelte für alle Marken und über alle Kostenarten hinweg. Werksschließungen und zusätzlicher Stellenabbau über die bereits vereinbarten 35.000 Jobs hinaus könnten dabei nicht ausgeschlossen werden.

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Betriebsrat: Vereinbarung gilt

Der Betriebsrat reagierte umgehend. Betriebsratschefin Daniela Cavallo stellte im VW-Intranet klar: „Mit uns wird es keine Werksschließungen geben.“ Sie verwies auf den im Dezember 2024 vereinbarten Kompromiss, der Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2030 ausdrücklich ausschließt. Der Artikel erscheine eher als Zustandsbeschreibung der bereits laufenden Effizienzprogramme.

Auch die IG Metall pochte auf die Vereinbarung. „Die Dezember-Vereinbarung beinhaltet unter anderem den klaren Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis Ende 2030“, betonte Niedersachsens Bezirksleiter Thorsten Gröger. Vor diesem Hintergrund stellten sich die aktuell aufgeworfenen Fragen nicht. Der Audi-Gesamtbetriebsratschef Jörg Schlagbauer ergänzte, an der Vereinbarung gebe es nichts zu rütteln.

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Cashflow sorgt für Zündstoff

Für zusätzlichen Ärger sorgte die vor drei Wochen bekanntgegebene Cashflow-Zahl für 2025: Statt der erwarteten null Euro standen überraschend sechs Milliarden Euro in den Büchern. Laut Berichten hatte Finanzvorstand Antlitz dabei auch zu Methoden gegriffen, die bei VW bisher tabu waren – etwa der Verkauf noch offener Forderungen aus verkauften Neuwagen. Hintergrund soll Druck von Rating-Agenturen gewesen sein, die mit einer Herabstufung drohten.

Das Problem: Die sechs Milliarden Euro liegen knapp über der Schwelle für einen Baustein der Vorstandsboni. Betriebsratschefin Cavallo forderte daraufhin umgehend eine Anerkennungsprämie für die Tarifbeschäftigten. Die VW-Aktie reagierte kaum auf die Sparankündigung und notierte am Montag mit einem Minus von 0,8 Prozent bei 102,30 Euro. Konzernchef Blume will am 10. März bei der Jahrespressekonferenz einen Zwischenstand geben.

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