Die Übernahme des Baumaschinenherstellers durch den südkoreanischen Konkurrenten Doosan Bobcat ist gescheitert. Am Donnerstagabend teilte das Münchener Unternehmen mit, dass die Gespräche nicht fortgesetzt werden. Die Reaktion an der Börse folgte prompt: Auf Tradegate stürzte die Aktie nachbörslich um über 15 Prozent ab.
Erst Anfang Dezember hatte sich ein ganz anderes Bild gezeigt. Damals kündigte Doosan Bobcat an, rund 63 Prozent der Anteile von Großaktionären übernehmen zu wollen. Ein öffentliches Barangebot für alle verbleibenden Aktionäre sollte folgen. Die Nachricht katapultierte den Kurs um ein Viertel nach oben – Hoffnung auf eine attraktive Prämie machte sich unter Anlegern breit.
Vom Höhenflug zum Absturz
Doch nun der Kater. Mit 20,45 Euro liegt der Titel zwar immer noch leicht über dem Niveau von knapp 19 Euro vor Bekanntwerden der Übernahmepläne. Der Verlust gegenüber den Dezember-Höchstständen wiegt jedoch schwer. Was ist schiefgelaufen? Details zu den Gründen des Scheiterns bleiben unklar – weder Preisvorstellungen noch regulatorische Hürden wurden offiziell genannt.
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Die Aktionärsstruktur bei Wacker Neuson ist komplex: Die Wacker Familiengesellschaft hält 15 Prozent, die PIN Privatstiftung 26 Prozent und die SWRW Verwaltungs-GmbH 17 Prozent. Möglicherweise ließen sich die Großaktionäre nicht auf die Konditionen ein, die Doosan anbot.
Was jetzt?
Das Management betont, sich nun wieder voll auf die Strategie 2030 und nachhaltiges Wachstum zu konzentrieren. Schöne Worte – doch Anleger dürften sich fragen, ob das reicht. Der SDAX-Konzern produziert unter mehreren Marken alles von Baggern über Radlader bis zu Stampfern und beschäftigt rund 6.000 Mitarbeiter.
Die Bären haben jedenfalls erst mal die Oberhand übernommen. Bleibt abzuwarten, ob sich der Kurs stabilisieren kann oder ob weitere Enttäuschungen folgen. Für Investoren, die auf die Übernahmeprämie spekuliert hatten, ist der Deal-Abbruch ein herber Rückschlag.
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