Der Supermarkt-Gigant Walmart hat am Dienstag Geschichte geschrieben: Erstmals knackte der Börsenwert die magische Marke von einer Billion US-Dollar. Damit steigt das Unternehmen in einen elitären Kreis auf, der bislang ausschließlich Tech-Riesen wie Nvidia, Apple, Microsoft und Alphabet vorbehalten war. Die Aktie legte um 1,9 Prozent zu und setzt damit ihre beeindruckende Rallye fort – seit Jahresbeginn steht ein Plus von 13,5 Prozent zu Buche.
Was treibt den Kurs in solche Höhen? Die Antwort liegt in einer radikalen Transformation. Walmart hat sich vom klassischen Discounter zum technologiegetriebenen Omnichannel-Player gewandelt. Das Unternehmen nutzt seine schiere Größe und sein Lieferantennetzwerk nicht nur für niedrige Preise, sondern gewinnt zunehmend wohlhabendere Käufer über seine digitalen Kanäle.
KI-Offensive zeigt Wirkung
Die jüngsten Partnerschaften unterstreichen den Strategiewandel eindrucksvoll. Anfang 2026 gab Walmart eine Kooperation mit Alphabet bekannt, um KI-gestütztes Einkaufen über Googles Gemini-Plattform anzubieten. Kurz darauf folgte ein Deal mit OpenAI, der es Kunden ermöglicht, Produkte direkt über ChatGPT zu durchstöbern und zu kaufen. Die Aufnahme in den Nasdaq-100-Index im Januar signalisiert: Anleger nehmen Walmarts Tech-Ambitionen ernst.
Eric Clark von Accuvest Global Advisors bringt es auf den Punkt: „Walmart hat in den letzten Jahren einen massiven digitalen Wandel durchlaufen.“ Die Integration von Künstlicher Intelligenz in alle Geschäftsbereiche habe den Kursanstieg beschleunigt und schaffe mehr Kundenbindung.
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Mode wird zum Gewinnbringer
Ein unterschätzter Wachstumstreiber: das Textilgeschäft. Piper Sandler hob sein Kursziel von 123 auf 130 US-Dollar an und verweist auf die starke Position im Modebereich. Die hauseigenen Textilmarken sind durchschnittlich 28 Prozent günstiger als vergleichbare Produkte bei Target – ein Preisvorsprung, der Marktanteile gewinnt. Im dritten Quartal hob Walmart Textilien als positive Überraschung hervor.
Die Analysten erhöhten ihre Bruttomarge-Schätzungen, da Bekleidung typischerweise höhere Margen generiert. Gleichzeitig dürfte Walmarts Erfolg die Turnaround-Bemühungen von Target im Textilbereich erschweren, wo die vergleichbaren Umsätze unter dem Unternehmensdurchschnitt liegen.
Bewertung erreicht anspruchsvolle Niveaus
Die Euphorie hat ihren Preis: Mit einem KGV von knapp über 42 ist die Aktie alles andere als günstig bewertet. Das durchschnittliche 12-Monats-Kursziel der Analysten liegt bei 124 US-Dollar – praktisch auf Höhe des aktuellen Kurses. Von 51 Analysten empfehlen derzeit 47 den Kauf, nur drei raten zum Halten und einer zum Verkauf.
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TD Cowen sieht Walmart dennoch als „Best Idea“ im Einzelhandel und setzt ein Kursziel von 136 US-Dollar. Die Begründung: Führungsposition bei Retail-Tech und Fortschritte in margenstarken Bereichen wie Werbeplattform und Marktplatz. Tigress Financial zeigt sich mit einem Kursziel von 135 US-Dollar noch optimistischer.
Zahlenwerk steht bevor
Die entscheidende Bewährungsprobe steht am 19. Februar an, wenn Walmart die Ergebnisse für das vierte Quartal vorlegt. Im November hatte das Unternehmen bereits die Umsatz- und Gewinnprognose für das Gesamtjahr angehoben, nachdem die Erwartungen für Q3 übertroffen wurden. Jefferies-Analyst Corey Tarlowe glaubt, dass die konservativ gesetzten Prognosen Raum für weitere positive Überraschungen lassen.
Allerdings zeichnet sich neue Konkurrenz ab: Amazon, Aldi und andere Wettbewerber verstärken ihren Fokus auf niedrige Preise im Online-Segment. Ob Walmart seine Marktführerschaft verteidigen und die hohe Bewertung rechtfertigen kann, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen.
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