Ein Kurseinbruch von über sieben Prozent erschütterte die Disney-Aktie am Montag an der Wall Street – und das, obwohl der Unterhaltungskonzern die Gewinnerwartungen übertraf. Der Titel sackte um 7,4 Prozent ab und gehörte damit zu den größten Verlierern im S&P 500. Was steckt hinter dieser Reaktion?

Die Anleger zeigten sich beunruhigt über die Aussichten des Konzerns. Disney warnte vor einem Rückgang internationaler Besucher in seinen US-Themenparks. Gleichzeitig prognostiziert das Unternehmen einen deutlichen Gewinneinbruch in seiner TV- und Filmsparte. Diese Warnungen überschatteten die eigentlich positiven Quartalsergebnisse komplett.

Wenn gute Zahlen nicht reichen

Die Quartalszahlen selbst übertrafen die Erwartungen der Analysten. Doch die Märkte handeln bekanntlich die Zukunft, nicht die Vergangenheit. Und genau hier liegt das Problem: Die Freizeitparks, traditionell eine Cashcow für Disney, verlieren offenbar an Anziehungskraft für das internationale Publikum. In Kombination mit den schwächelnden Unterhaltungssparten ergibt sich ein düsteres Bild.

Das technische Analyse-Modell von index-radar.de hat bereits reagiert und seine Prognose für die weitere Kursentwicklung angepasst. Interessant für risikobewusste Anleger: Ein Capped-Bonus-Zertifikat auf die Disney-Aktie bietet derzeit eine Renditechance von 11,4 Prozent pro Jahr.

Gegenbewegung am Gesamtmarkt

Während Disney abstürzte, zeigten sich die US-Börsen insgesamt von ihrer freundlichen Seite. Der S&P 500 kletterte um 0,54 Prozent auf 6.976,44 Punkte und näherte sich damit seinem Rekordhoch von 6.978,60 Punkten. Besonders gefragt waren Technologiewerte und Chipaktien: SanDisk schoss um 15,4 Prozent nach oben, AMD gewann 4 Prozent und Micron Technology legte 5,5 Prozent zu.

Der Dow Jones Industrial Average verteuerte sich um 1,05 Prozent auf 49.407,66 Zähler. Kleinere Unternehmen im Russell 2000 Index sprangen sogar um rund ein Prozent nach oben. Der Smallcap-Index liegt im Jahr 2026 bereits mit mehr als 6 Prozent im Plus – deutlich besser als der S&P 500 mit seinen zwei Prozent Jahresgewinn.

Positive PMI-Daten aus der US-Industrie stützten die Stimmung zusätzlich. Nach einem Jahr der Schrumpfung wuchs die Fabrikaktivität im Januar erstmals wieder.