Warehouses de Pauw: Solides Wachstum und ambitionierte Ziele

Der Logistikimmobilien-Spezialist legt solide Geschäftszahlen vor und kündigt eine ambitionierte Fünfjahresstrategie mit klaren Gewinn- und Dividendenzielen an.

Warehouses de Pauw Comm VA Aktie
Kurz & knapp:
  • Aktie erreicht neues 52-Wochen-Hoch an Brüsseler Börse
  • Bereinigter Gewinn je Aktie wächst um sieben Prozent
  • Ziel: Gewinn je Aktie bis 2030 auf mindestens 2,00 Euro
  • Wachstum soll ohne Kapitalerhöhung finanziert werden

Die Aktie von Warehouses de Pauw legte am Freitag an der Brüsseler Börse um beachtliche 3,37 Prozent zu und kletterte auf 23,90 Euro. Damit markierte der Titel ein neues 52-Wochen-Hoch und setzte sich klar an die Spitze des BEL 20-Index, der mit einem Plus von 0,22 Prozent schloss.

Der Kurssprung erfolgte unmittelbar nach der Veröffentlichung der Geschäftszahlen für das Geschäftsjahr 2025. Das Logistikimmobilienunternehmen meldete einen Gewinn je Aktie (EPRA EPS) von 1,53 Euro – ein bereinigtes Wachstum von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Mieteinnahmen stiegen um 13,5 Prozent auf 449 Millionen Euro, während das organische Mietwachstum mit 2,3 Prozent über der Inflationsrate lag.

Allerdings zeigt sich bei genauerer Betrachtung ein gemischtes Bild: Der Nettogewinn fiel auf 353,9 Millionen Euro, verglichen mit 449,6 Millionen Euro im Vorjahr. Je Aktie bedeutete dies einen Rückgang von 1,96 Euro auf 1,54 Euro. Der Grund für diese Diskrepanz liegt in der unterschiedlichen Bewertung von Immobilien.

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Ehrgeizige Fünfjahresstrategie vorgestellt

Wie will das Management die Anleger dennoch überzeugen? Mit einem klaren Wachstumsplan bis 2030. Das Unternehmen kündigte an, den Gewinn je Aktie bis dahin auf mindestens 2,00 Euro zu steigern – ein jährliches Wachstum von mindestens sechs Prozent. Die Dividende soll im Gleichschritt auf mindestens 1,60 Euro klettern. Für 2025 ist eine Ausschüttung von 1,23 Euro vorgesehen.

Die Auslastungsquote blieb mit 97,7 Prozent nahe am Vorjahreswert von 98 Prozent. Über 750.000 Quadratmeter an neuen, vollständig vorvermieteten Projekten wurden im Geschäftsjahr fertiggestellt und erworben – mit einer attraktiven Rendite von 6,6 Prozent. Die Investmentpipeline umfasst aktuell 708 Millionen Euro.

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Finanzierung ohne Verwässerung geplant

CEO Joost Uwents zeigte sich überzeugt: „WDP hat 2025 erneut bewiesen, dass sein Multi-Treiber-Modell funktioniert.“ Für 2026 peilt das Unternehmen einen Gewinn je Aktie von 1,60 Euro an.

Das Wachstum soll aus eigener Kraft finanziert werden – mit 500 Millionen Euro jährlich aus dem operativen Geschäft. Die Verschuldungsquote (Nettoverschuldung zu EBITDA) soll bei etwa acht liegen, der Beleihungsgrad bei rund 40 Prozent. Eine Kapitalerhöhung scheint damit vorerst vom Tisch.

Die Investoren honorierten die Kombination aus soliden Zahlen und klaren Perspektiven mit einem kräftigen Kursaufschlag. Ob sich die ambitionierten Ziele in einem unsicheren Marktumfeld umsetzen lassen, wird sich zeigen müssen.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.