Netflix dreht auf: Der Streaming-Riese bereitet ein reines Bargeldangebot für die Studio- und Streaming-Sparten von Warner Bros Discovery vor. Das berichtete am Dienstag eine mit den Vorgängen vertraute Quelle gegenüber Reuters. Die Änderung des ursprünglichen Angebots soll den Deal beschleunigen – doch der Weg zum Abschluss bleibt steinig.
Kehrtwende beim Milliardenpoker
Zunächst hatte Netflix 82,7 Milliarden Dollar geboten – eine Mischung aus Bargeld und Aktien. Nun soll das Angebot komplett in Cash umgewandelt werden. Die Strategie dahinter: schneller zum Ziel kommen in einem Bietergefecht, das seit Monaten die Branche in Atem hält. Warner Bros Discovery bevorzugt trotz der niedrigeren Summe weiterhin das Netflix-Angebot.
Der Konkurrent Paramount Skydance bietet deutlich mehr: 108,4 Milliarden Dollar in bar – allerdings für das gesamte Unternehmen inklusive des TV-Kabelgeschäfts. Doch der Vorstand von Warner Bros winkt ab. Die Begründung: Paramounts Offerte basiere auf einer erheblichen Fremdfinanzierung, was das Risiko eines Scheiterns erhöhe. Das Angebot bleibe „unzureichend“.
Harry Potter und Batman im Visier
Was macht Warner Bros so begehrenswert? Die Antwort liegt in der Content-Bibliothek: „Harry Potter“, „Game of Thrones“, „Friends“ und das gesamte DC Comics-Universum mit Batman und Superman. Hinzu kommen Klassiker wie „Casablanca“ und „Citizen Kane“. Ein Entertainment-Arsenal, das in der Streaming-Ära Gold wert ist.
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Die Schlacht um Warner Bros gilt als die am intensivsten beobachtete Übernahme Hollywoods. Studios kämpfen in einer Landschaft, die zunehmend von Streaming-Plattformen dominiert wird, während Kino-Einnahmen schwanken.
Paramount schlägt zurück
Die Konkurrenz schläft nicht: Paramount verklagte am Montag Warner Bros, um weitere Informationen über den Netflix-Deal zu erhalten. Zudem kündigte das Unternehmen an, Direktoren für den Vorstand von Warner Bros zu nominieren. Paramount argumentiert, sein Angebot von 30 Dollar pro Aktie sei dem bisherigen Netflix-Angebot von 27,75 Dollar überlegen und würde regulatorische Hürden leichter nehmen.
Zur Unterstützung hat sich Paramount prominente Hilfe gesichert: Oracle-Mitgründer Larry Ellison – Vater von Paramount-CEO David Ellison – stellt eine Eigenkapitalunterstützung von 40 Milliarden Dollar bereit.
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Politischer Gegenwind wächst
Doch nicht nur die Konkurrenz macht Probleme. Politiker quer durch alle Lager äußern Bedenken: Weitere Medienkonzentration könnte zu höheren Preisen und weniger Auswahlmöglichkeiten für Verbraucher führen. Die regulatorischen Risiken sind erheblich.
Netflix hat sich gegen dieses Risiko abgesichert: Sollte die regulatorische Genehmigung scheitern, zahlt der Konzern eine Abbruchgebühr von 5,8 Milliarden Dollar. Umgekehrt müsste Warner Bros 2,8 Milliarden Dollar an Netflix zahlen, falls das Unternehmen die Vereinbarung aufkündigt.
Die Börse reagierte verhalten optimistisch: Netflix-Aktien legten am Dienstag um 1,02 Prozent zu, Warner Bros schloss 1,62 Prozent höher. Paramount-Papiere blieben unverändert. Der Deal wird noch Monate bis zum Abschluss benötigen – sofern er überhaupt zustande kommt.
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