Warner Bros. Discovery (A) Aktie: Bieterschlacht eskaliert

Netflix erhöht sein Angebot auf 82,7 Milliarden Dollar, während Paramount mit einem Komplettkauf für über 108 Milliarden Dollar kontert. US-Behörden prüfen die Auswirkungen auf den Kinomarkt.

Warner Bros. Discovery (A) Aktie
Kurz & knapp:
  • Netflix bietet 27,75 Dollar je Aktie für Streaming- und Studiosparten
  • Paramount will gesamtes Unternehmen für 108,4 Milliarden Dollar übernehmen
  • US-Justizministerium prüft mögliche Folgen für Kinobranche
  • Warner Bros. setzt Frist für verbessertes Endangebot von Paramount

Die Übernahmeschlacht um Warner Bros. Discovery erreicht eine neue Dimension. Netflix hat sein Angebot auf 27,75 Dollar je Aktie erhöht – insgesamt 82,7 Milliarden Dollar für die Studio- und Streaming-Sparten. Doch damit nicht genug: Laut zwei informierten Quellen verfügt der Streaming-Riese über ausreichende finanzielle Mittel, um im Notfall nachzulegen. Der Grund: Rivale Paramount Skydance könnte seinerseits aufstocken.

Paramount kontert mit Komplettübernahme

Paramount verfolgt einen anderen Ansatz und bietet 108,4 Milliarden Dollar für das gesamte Unternehmen – inklusive Discovery Global mit CNN, HGTV und anderen TV-Assets. Warner Bros. hat zwar eine Aktionärsabstimmung über das Netflix-Angebot für den 20. März angesetzt, gewährt Paramount aber eine einwöchige Frist für ein verbessertes Endangebot. Die Reaktion aus dem Paramount-Lager fiel eindeutig aus: Man bezeichnete das Vorgehen des Warner-Bros.-Boards als „ungewöhnlich“ und bekräftigte, das „minderwertige“ Netflix-Angebot weiter bekämpfen zu wollen.

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Im Zentrum der Auseinandersetzung steht ein Medienimperium mit ikonischen Franchises wie „Harry Potter“, „Game of Thrones“, DC Comics und Superman. Netflix würde nach der geplanten Transaktion nur die Streaming- und Studio-Geschäfte übernehmen, während Discovery Global als eigenständiges, börsennotiertes Unternehmen abgespalten würde.

Justizministerium schaltet sich ein

Die Dimension des Deals hat auch die Aufmerksamkeit der US-Behörden geweckt. Das Justizministerium führt laut Bloomberg bereits vertrauliche Gespräche mit großen Kinoketten über mögliche Auswirkungen eines Verkaufs. Regierungsanwälte wollen insbesondere klären, wie sich eine Übernahme auf das Kinogeschäft auswirken würde – und ob weniger Filme in die Kinos kommen könnten.

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Diese Sorge teilen prominente Stimmen aus der Branche: Regisseur James Cameron, der mit „Titanic“ für Paramount arbeitete, bezeichnete einen Netflix-Deal bereits im November öffentlich als „Katastrophe“ für die Kinoindustrie. Seine Befürchtung: Der Streaming-Fokus von Netflix könnte traditionelle Kinostarts gefährden.

Parallel zur Übernahmeschlacht setzt Warner Bros. auf eigene Inhalte. Mit „Banksters“ startet am morgigen Freitag die erste in Deutschland produzierte HBO-Serie – ein sechsteiliger Thriller über Banküberfälle in Berlin, inspiriert von wahren Begebenheiten aus den 2000er-Jahren. Ob solche Produktionen unter neuer Führung künftig verstärkt oder eingeschränkt würden, bleibt eine der zentralen Fragen für Investoren.

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