Der Streaming-Riese Netflix hat am 20. Januar sein Übernahmeangebot für Warner Bros. Discovery überarbeitet – und zwar dramatisch. Statt der ursprünglich geplanten Aktien-Transaktion bietet das Unternehmen nun 27,75 Dollar je Aktie in bar. Das Gesamtvolumen: satte 82,7 Milliarden Dollar.
Die Aktien von Warner Bros. Discovery profitierten zunächst nicht von dem erhöhten Angebot. Die Unsicherheit über den Ausgang des Bieterwettstreits lastet auf dem Kurs. Denn Netflix steht nicht allein da: Paramount Skydance hat ein feindliches Gegenangebot vorgelegt und zwingt den Streaming-Giganten zu immer höheren Geboten.
Warum Netflix so viel Geld in die Hand nimmt
Ted Sarandos, Co-CEO von Netflix, machte am 20. Januar deutlich, warum sein Unternehmen diese Riesensumme zahlt: „Unser überarbeitetes Bar-Angebot wird einen beschleunigten Zeitplan für die Aktionärsabstimmung ermöglichen und größere finanzielle Sicherheit bieten.“ Die Botschaft ist klar – Netflix will Tempo machen und Zweifel ausräumen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Warner Bros. Discovery (A)?
Was lockt Netflix so sehr? Die Content-Bibliothek von Warner Bros. Discovery gilt als konkurrenzlos. „Game of Thrones“, „Harry Potter“ und die DC-Superhelden wie Batman und Superman – diese Marken ziehen weltweit Millionen Zuschauer an. Hinzu kommt HBO Max als zusätzliche Plattform.
67 Milliarden Dollar Kredit für den Deal
Um die Übernahme zu stemmen, hat sich Netflix massive Finanzspritzen gesichert. Bereits am 4. Dezember 2025 wurde ein Überbrückungskredit über 59 Milliarden Dollar zugesagt. Am 19. Januar 2026 folgte eine Aufstockung um weitere 8,2 Milliarden Dollar. Das Gesamtvolumen der Kreditlinie: 67,2 Milliarden Dollar.
Die Finanzierung hat ihren Preis. Netflix gab bekannt, Aktienrückkäufe zu pausieren, um Liquidität für den Warner-Deal aufzubauen. Allein die Kosten für die Finanzierungszusagen belaufen sich bereits auf 60 Millionen Dollar.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Warner Bros. Discovery (A)?
Netflix-Aktionäre bleiben skeptisch
Trotz solider Quartalszahlen – Netflix übertraf im vierten Quartal 2025 mit einem Umsatz von 12,05 Milliarden Dollar die Erwartungen – reagierten Anleger enttäuscht. Die Aktie verlor im nachbörslichen Handel am 20. Januar mehr als 4 Prozent. Am 21. Januar stürzten die in Frankfurt gelisteten Netflix-Anteile um 7 Prozent ab.
Seit Ankündigung des ursprünglichen Warner-Angebots Anfang Dezember 2025 hat die Netflix-Aktie rund 20 Prozent an Wert verloren. Analysten zeigen sich ebenfalls vorsichtig: Canaccord Genuity senkte das Kursziel von 152,50 auf 125 Dollar, Morgan Stanley auf 110 Dollar, Goldman Sachs auf 100 Dollar.
Der Grund für die Zurückhaltung? Die Investoren fürchten, dass Netflix seine Margen opfert und sich finanziell überhebt. Ob der Warner-Deal langfristig Früchte trägt, bleibt abzuwarten – vorerst zahlen die Netflix-Aktionäre den Preis für die Expansion.
Warner Bros. Discovery (A)-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Warner Bros. Discovery (A)-Analyse vom 21. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Warner Bros. Discovery (A)-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Warner Bros. Discovery (A)-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Warner Bros. Discovery (A): Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

