Die Aktie von Warner Bros. Discovery verliert weiter an Boden, während sich der Übernahmekampf zwischen Netflix und Paramount zuspitzt. Der Streaming-Riese hat sein 82,7 Milliarden Dollar schweres Angebot für die Film- und TV-Studios von Warner Bros. überarbeitet und bietet nun vollständig in bar – eine deutliche Verbesserung gegenüber der ursprünglichen Kombination aus Aktien und Bargeld.
Netflix-Co-Chef Greg Peters zeigte sich am Freitag kämpferisch: Das Konkurrenzangebot von Paramount für 108 Milliarden Dollar „besteht den Geruchstest nicht“, wie er der Financial Times mitteilte. Nur eine „sehr kleine“ Zahl von Warner-Aktionären habe das feindliche Übernahmeangebot von Paramount unterstützt. Peters betonte die Überlegenheit des Netflix-Angebots durch dessen „größere Transaktionssicherheit“ – ein direkter Seitenhieb auf Paramounts mit 55 Milliarden Dollar Schulden finanziertes Angebot.
Ellison-Garantie reicht nicht aus
Der Vorstand von Warner Bros. hatte Anfang des Monats ein überarbeitetes Paramount-Angebot zurückgewiesen, obwohl es eine persönliche Garantie über 40 Milliarden Dollar von Larry Ellison, dem Vater von Paramount-CEO David Ellison und Mitgründer von Oracle, enthielt. „Ohne dass Larry Ellison dies persönlich finanziert, hätte Paramount keine Chance, das durchzuziehen“, so Peters.
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Paramount gab sich dennoch nicht geschlagen und verlängerte am Donnerstag die Frist für sein feindliches Übernahmeangebot bis zum 20. Februar. Die ursprüngliche Deadline war der 21. Januar. Das Unternehmen argumentiert weiterhin, dass sein Angebot von 30 Dollar je Aktie überlegen sei und einen klareren Weg zur behördlichen Genehmigung habe.
Showdown bis April erwartet
Warner Bros. hatte zuvor klargemacht, dass Paramount sein Angebot erhöhen müsse, um neue Verhandlungen anzustoßen. Die Entscheidung dürfte bei einer Aktionärsabstimmung fallen, die voraussichtlich bis April stattfinden wird. Dabei geht es auch um die Bewertung der Kabelsparten, die in ein Spin-off-Unternehmen ausgegliedert werden sollen – Discovery Global.
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Die Berater von Warner Bros. haben für dieses Spin-off drei verschiedene Bewertungsansätze entwickelt. Die Spanne reicht von 1,33 Dollar je Aktie bei einheitlicher Bewertung bis zu 6,86 Dollar je Aktie, falls das Unternehmen in einen zukünftigen Deal involviert würde. Netflix zahlt 27,75 Dollar je Aktie ausschließlich in bar für die Streaming- und Studio-Assets.
Netflix-Aktie leidet unter Deal-Spekulationen
Während Warner Bros. im Fokus des Übernahmekampfes steht, gerät Netflix selbst unter Druck. Die Aktie des Streaming-Dienstes fiel am Donnerstag den sechsten Tag in Folge und erreichte den niedrigsten Stand seit über einem Jahr. Vom Höchststand Mitte 2025 hat der Titel rund 37 Prozent verloren. Analysten sehen kurzfristige Unsicherheiten durch Integrationskosten, Content-Ausgaben und die hohe Schuldenlast des kombinierten Unternehmens.
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