Der Poker um Warner Bros Discovery spitzt sich zu. Am Mittwoch erteilte der Vorstand dem revidierten 108,4-Milliarden-Dollar-Angebot von Paramount Skydance eine klare Absage – und hält damit am Deal mit Netflix fest. Die Fronten könnten kaum verhärteter sein.
Paramount hatte sein Gebot am 22. Dezember nochmals nachgebessert: 40 Milliarden Dollar Eigenkapital, persönlich garantiert von Oracle-Mitgründer Larry Ellison, dem Vater von Paramount-Chef David Ellison. Dazu 54 Milliarden Dollar Fremdkapital. Das entspricht 30 Dollar je Aktie – bar auf die Hand. Klingt verlockend? Der Warner Bros-Vorstand sieht das anders.
Schuldenmonster als Killerargument
In einem 67-seitigen Schreiben legte der Vorstand dar, warum Paramount trotz verbessertem Angebot draußen bleibt: Die Finanzierungsstruktur würde Warner Bros mit 87 Milliarden Dollar Schulden belasten – der größte Leveraged Buyout der Geschichte. Das Kreditrating von Paramount liegt bereits im Ramschbereich, die Cashflow-Belastung wäre enorm. Zu riskant, zu unsicher, lautet das Urteil.
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Netflix dagegen bietet 27,75 Dollar je Aktie in bar und Aktien – deutlich weniger auf den ersten Blick. Doch der Streaming-Gigant bringt einen Marktwert von 400 Milliarden Dollar mit und Investment-Grade-Rating. Keine Eigenkapitalfinanzierung nötig, 59 Milliarden Dollar Fremdkapital stehen bereit, abgesichert durch Wells Fargo, BNP Paribas und HSBC.
Großinvestoren uneins
Die Aktionäre sind gespalten. Harris Oakmark, fünftgrößter Investor, bezeichnet Paramounts Angebot als unzureichend – es decke nicht einmal die Ausstiegsgebühr. Ganz anders Mario Gabelli: Mit 5,7 Millionen Aktien im Portfolio tendiert er zum Paramount-Deal. „Momentan hat Paramount das bessere Angebot“, erklärt er. Der reine Cash-Deal verspricht schnelleren Regulierungsdurchlauf.
Auch Pentwater Capital, siebtgrößter Anteilseigner, wirft dem Vorstand vor, einen Fehler zu begehen. Der Board verweigere sich Gesprächen mit Paramount – ein Kardinalfehler aus Sicht des Hedgefonds.
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Discovery-Abspaltung als Stolperstein
Ein zentraler Streitpunkt bleibt die geplante Abspaltung der Kabelsparte Discovery Global. Das Paket umfasst CNN, TNT Sports und den Streamingdienst Discovery+. Analysten taxieren den Wert auf bis zu 4 Dollar je Aktie. Paramount kalkuliert lediglich mit 1 Dollar – eine Differenz, die das Gesamtbild massiv verschiebt.
Der Netflix-Deal würde die Abspaltung ermöglichen. Paramounts Angebot hingegen würde operative Beschränkungen auferlegen und die Discovery-Trennung blockieren. Ein Wechsel zu Paramount würde Warner Bros zudem 2,8 Milliarden Dollar Ausstiegsgebühr an Netflix kosten – Teil von insgesamt 4,7 Milliarden Dollar an Zusatzkosten.
Warner Bros-Chairman Samuel Di Piazza stellte klar: Man verhandle derzeit nicht mit Paramount, bleibe aber gesprächsbereit. „Sie müssen etwas auf den Tisch legen, das überzeugend ist.“ Am Mittwoch reagierten beide Aktien verhalten: Warner Bros und Netflix legten jeweils 0,6 Prozent zu, Paramount gab 0,6 Prozent ab. Die Schlacht um „Harry Potter“, „Game of Thrones“ und die DC-Comics-Rechte geht in die nächste Runde.
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