Weichai Power steckt mitten im Wandel. Der Industriekonzern rückt zunehmend die Stromversorgung von KI-Rechenzentren in den Fokus – und stößt damit auf wachsendes Interesse der Finanzwelt.

Nach einer Investorengesprächsrunde Mitte Juni zeichnet sich ein greifbarer Kurswechsel ab. Morgan Stanley spricht in einer Research-Notiz vom 18. Juni von einer spürbaren Entwicklung: Das Power-Segment für KI-Datenzentren habe sich von einer spekulativen Wachstumsgeschichte zu einem Bereich mit messbaren Ergebnissen entwickelt. Die jüngsten Kursschwankungen könnten daher einen Einstiegszeitpunkt bieten, so die Analysten.

Kursrally mit Verschnaufpause

Am Freitag schloss die Aktie bei 4,36 Euro – ein Minus von einem Prozent. Der Blick auf die mittlere Frist zeigt jedoch beachtliche Dynamik. Auf Wochensicht legte der Titel um 12,6 Prozent zu. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus auf knapp 110 Prozent. Auf Zwölfmonatssicht sind es sogar 147 Prozent.

Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 4,95 Euro beträgt rund zwölf Prozent. Das Tief aus dem Oktober 2025 bei 1,51 Euro liegt dagegen längst in weiter Ferne.

Technische Signale deuten auf Konsolidierung

Der RSI über 14 Tage steht bei 54,8 – weder überkauft noch überverkauft. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei 64 Prozent. Der Kurs notiert sowohl über der 100-Tage-Linie (3,66 Euro) als auch über der 200-Tage-Linie (2,85 Euro). Ein Zeichen für die nachhaltigen Gewinne der vergangenen zwei Quartale.

Bleibt abzuwarten, ob die KI-Infrastruktur-Pläne von Weichai Power die Bewertung dauerhaft stützen können. Der Wettbewerb um die Energieversorgung der KI-Revolution wird härter. Die kommenden Quartalszahlen werden zeigen, ob das Unternehmen die Nase vorn hat.