Am Freitag verlor die Western Digital-Aktie fast zehn Prozent. Der Schlusskurs fiel auf 446,50 Euro. Auslöser war keine schlechte Unternehmensmeldung, sondern eine breite Schwäche im Technologiesektor. Halbleiterwerte gerieten insgesamt unter Druck.
Überraschend kommt der Rücksetzer dennoch. In den vergangenen zwölf Monaten hat sich der Kurs mehr als verachtfacht – ein Plus von 827 Prozent. Seit Jahresbeginn liegt das Papier 178 Prozent im Plus. Vom 52-Wochen-Hoch bei 519 Euro, das erst diese Woche erreicht wurde, ist der Abstand auf 14 Prozent geschrumpft.
Die längerfristige Tendenz bleibt intakt. Mit knapp 365 Euro liegt der 50-Tage-Durchschnitt noch deutlich unter dem aktuellen Kurs. Der 200-Tage-Durchschnitt bei 208 Euro bestätigt den Aufwärtstrend der vergangenen Monate.
Dividende und Insider-Verkäufe
Am Freitag wurde die Aktie ex Dividende gehandelt: 15 Cent pro Anteil. Das sind Routine-Vorgänge. Auffälliger: Chief Legal Officer Cynthia Tregillis verkaufte 432 Aktien zu je 545,60 Dollar. Die Transaktion erfolgte über einen vorab genehmigten Handelsplan vom März 2026. Weitere Manager meldeten unter der Woche Aktienabgaben – aber nur zur Begleichung von Steuern aus Aktienvergütungen. Kein Grund zur Beunruhigung.
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Solide Zahlen
Das vergangene Quartal lief gut. Western Digital erzielte einen Umsatz von 3,34 Milliarden Dollar – ein Plus von 45,5 Prozent. Der Gewinn je Aktie lag mit 2,72 Dollar über den Erwartungen. Für das laufende Vierteljahr stellt das Management einen EPS zwischen 3,10 und 3,40 Dollar in Aussicht.
Die Aufspaltung des Konzerns in Flash-Speicher und Festplatten-Geschäft bleibt ein strategisches Thema für Analysten. Eine klare positive Neubewertung hat der Schritt bislang nicht ausgelöst.
Der Rücksetzer am Freitag ist heftig, aber keine Trendwende. Die Fundamentaldaten von Western Digital sind solide – die Bewertung nach Monaten der Rekordjagd allerdings ambitioniert.
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