Die Papiere des britischen Hotelkonzerns Whitbread legten am Dienstag um kräftige 5 Prozent zu. Der Grund: Die Belastungen durch das jüngste britische Budget fallen deutlich geringer aus als zunächst befürchtet. Statt der ursprünglich erwarteten 40 bis 50 Millionen Pfund werden die geplanten Änderungen bei der Gewerbesteuer das Unternehmen im Geschäftsjahr 2027 nun nur mit rund 35 Millionen Pfund belasten.
Doch wie sieht es operativ aus? Die Zahlen zum dritten Quartal zeigen ein gemischtes Bild. Der Gesamtumsatz kletterte um 2 Prozent auf 781 Millionen Pfund, vergleichbare Verkäufe legten um 3 Prozent zu. Das Wachstum speiste sich vor allem aus höheren Übernachtungserlösen – sowohl in Großbritannien als auch in Deutschland.
Starker Dezember gibt Rückenwind
Die Übernachtungssparten entwickelten sich robust: In Großbritannien stiegen die Erlöse um 2 Prozent, in Deutschland sogar um beachtliche 16 Prozent. Der Umsatz je verfügbarem Zimmer (RevPAR) in Großbritannien erhöhte sich um 3 Prozent. Noch erfreulicher: Die aktuelle Handelsdynamik hat sich weiter verstärkt. In den sechs Wochen bis zum 8. Januar wuchsen die britischen Übernachtungserlöse und der RevPAR jeweils um 4 Prozent. In Deutschland sprangen die Übernachtungserlöse sogar um 11 Prozent nach oben.
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Weniger erfreulich verlief das Geschäft mit Speisen und Getränken. Hier gaben die Erlöse um 3 Prozent nach. Verantwortlich dafür ist der strategische Umbau im Rahmen des Wachstumsprogramms: Whitbread wandelt weniger profitable Markenrestaurants in ertragsstärkere Hotelerweiterungen um. In Großbritannien sanken die Gastro-Umsätze dadurch um 4 Prozent, während Deutschland mit einem Plus von 21 Prozent glänzte.
Effizienzoffensive läuft auf Hochtouren
Besonders bemerkenswert: Das Management hebt seine Kostensenkungsziele deutlich an. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 peilt Whitbread nun Einsparungen zwischen 75 und 80 Millionen Pfund an – spürbar mehr als die ursprünglich avisierten 65 bis 70 Millionen Pfund. Die Effizienzgewinne sollen über verschiedene Bereiche erzielt werden: Personal, Technologie und Beschaffung.
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Chef Dominic Paul betonte zwar weiterhin die schädlichen Auswirkungen der geplanten Gewerbesteuerreform auf die gesamte Gastgewerbebranche. Die Branche werde dadurch bei künftigen Investitionen und bei der Schaffung neuer Arbeitsplätze ausgebremst. Doch die aktualisierten Zahlen nehmen dem Thema zumindest etwas von seiner Brisanz. Whitbread und die Branche insgesamt drängen die Regierung weiterhin zu Nachbesserungen.
Am 30. April will das Unternehmen seinen aktualisierten Fünfjahresplan vorlegen – dann dürfte klarer werden, wie Whitbread die Weichen für profitables Wachstum trotz schwierigerer Rahmenbedingungen stellt.
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