Wienerberger baut sein Imperium konsequent um. Während der klassische Wohnungsneubau europaweit schwächelt, investiert der Baustoffriese massiv in Infrastruktur und Sanierungslösungen. Das operative Geschäft zeigt sich dabei trotz wirtschaftlichen Gegenwinds robust, auch wenn die Börse derzeit ein deutlich skeptischeres Urteil fällt.
Das Geschäftsjahr 2025 schloss der Konzern mit einem Umsatz von 4,6 Mrd. Euro und einem operativen EBITDA von 754 Mio. Euro ab. Besonders der starke Free Cashflow von 474 Mio. Euro verschafft dem Management den nötigen Spielraum für die aktuelle Expansionswelle. Mittlerweile erwirtschaftet das Unternehmen mehr als die Hälfte seiner Ergebnisse in den stabilen Segmenten Dachlösungen und Rohrsysteme.
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Wachstum durch gezielte Zukäufe
Die Intensität der Akquisitionen hat zuletzt deutlich zugenommen. Mit der Übernahme der Italcer Group sichert sich Wienerberger einen Spezialisten für Premium-Keramik in Italien und Spanien. Für einen Unternehmenswert von 560 Mio. Euro übernehmen die Österreicher zunächst die Mehrheit an dem margenstarken Produzenten. Die Integration soll das EBITDA bereits im laufenden Jahr stützen.
Parallel dazu stärkt der Zukauf der schwedischen NEWS Group das Geschäft in Nordeuropa. Hier setzt Wienerberger auf den steigenden Bedarf an nachhaltigen Abwasserlösungen, der durch neue regulatorische Umweltstandards in Skandinavien getrieben wird. Diese gezielte Ausrichtung auf Sanierungsmärkte dient als Puffer gegen die Flaute im privaten Hausbau.
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Energiepreise als Belastungsprobe
Für das Jahr 2026 peilt das Management inklusive der neuen Zukäufe ein operatives EBITDA von 810 Mio. Euro an. Allerdings trüben steigende Energiekosten das Bild. Die Preise für das Erdgasportfolio klettern voraussichtlich von 24 auf 32 Euro je Megawattstunde. Diese Mehrbelastung von rund 30 Mio. Euro lässt sich in einem flachen Marktumfeld kaum vollständig über Preiserhöhungen an die Kunden weitergeben.
An der Börse sucht die Aktie derweil nach einem Boden. Mit einem Minus von rund 23 % seit Jahresbeginn notiert der Titel bei 23,26 Euro nur knapp über seinem 52-Wochen-Tief von 22,32 Euro. Analysten sehen in dieser Entwicklung jedoch eine deutliche Diskrepanz zu den Fundamentaldaten: Das durchschnittliche Kursziel der zehn beobachtenden Experten liegt mit 32,70 Euro weit über dem aktuellen Niveau. Ob die Transformation Früchte trägt, wird sich an der Erreichung des mittelfristigen Ziels messen lassen, das EBITDA bis 2029 auf über eine Milliarde Euro zu steigern.
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