Schwache Bauaktivität und steigende Kosten belasten Wienerberger gleichzeitig. Das Unternehmen begründete seine Prognosesenkung vor gut drei Wochen mit einer schwächer als erwartet ausgefallenen Bauaktivität im September sowie höheren Energie-, Rohstoff- und Logistikkosten. Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Wienerberger ein EBITDA von 640 bis 650 Millionen Euro.
Wohnungsneubau bleibt ein Belastungsfaktor
Wienerberger verwies dabei auf einen anhaltend schwachen Wohnungsneubau in Großbritannien, den USA und Kanada. Die Belastungen beschränkten sich nach Darstellung des Unternehmens damit nicht auf einen einzelnen Absatzmarkt. Zugleich seien die genannten Kosten deutlich gestiegen.
Für das dritte Quartal 2026 stellte Wienerberger im damaligen Trading Update einen Umsatz von rund 1,2–1,3 Milliarden Euro in Aussicht. Das operative EBITDA erwartete das Unternehmen bei rund 170–180 Millionen Euro. Dabei handelte es sich um Erwartungen, nicht um bereits veröffentlichte Quartalsergebnisse.
Auch Analysten reagierten vor gut einer Woche zurückhaltend. Medienberichten zufolge senkte UBS die Empfehlung für Wienerberger auf „Sell“. Das Kursziel reduzierte das Haus von 18,00 auf 14,50 Euro.
Jefferies nahm die Beobachtung vor gut einer Woche mit „Hold“ und einem Kursziel von 16 Euro auf. Medienberichten zufolge hielt das Haus Hoffnungen auf eine Erholung durch europäische Bauimpulse 2027 für verfrüht. Auch ein US-Neubauboom sei unsicher. Jefferies verwies außerdem auf die strategische Überprüfung unter Interims-CEO Gerhard Hanke.
Ergebnisse und angekündigte Maßnahmen
Wienerberger hat eine Ergebnis-Telefonkonferenz angekündigt. Das Unternehmen stellte zudem ein Update zur strategischen Überprüfung und zu beschleunigten Kostenoptimierungen in Aussicht.
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