Die Wiener Privatbank reagiert auf das anhaltend schwierige Branchenumfeld beim Baustoffkonzern Wienerberger. Analyst Nicolas Kneip stutzte den fairen Wert für die Aktie drastisch von 23,10 auf 16,40 Euro zurück, behielt die Einstufung „Halten“ aber bei.
Als wesentliche Gründe für den Schritt nannte der Experte ein kurzfristig herausforderndes Marktumfeld, anstehende Kapazitätsanpassungen sowie temporäre Produktionsstilllegungen. Zudem sei im Wohnungsneubau vorerst keine rasche Belebung zu erwarten.
Der Baustoffhersteller sieht sich bereits seit geraumer Zeit mit Gegenwind konfrontiert. Zuletzt hatte das Unternehmen eingeräumt, dass insbesondere in Kernmärkten wie Großbritannien und Nordamerika die Nachfrage im Wohnungsbau schwach bleibt. Erschwerend kommen spürbare Kostensteigerungen in den Bereichen Energie, Rohstoffe und Logistik hinzu.
Um den Belastungen zu begegnen, setzt das Management auf Gegenmaßnahmen. Wienerberger kündigte beschleunigte Kostenoptimierungen sowie eine umfassende strategische Überprüfung der bestehenden Geschäftsbereiche an. Das operative EBITDA für das Gesamtjahr 2026 wird nach Unternehmensangaben voraussichtlich zwischen 640 und 650 Millionen Euro liegen. Für das dritte Quartal peilt der Konzern einen Umsatz von rund 1,2 bis 1,3 Milliarden Euro an, begleitet von einem operativen EBITDA in einer Spanne von 170 bis 180 Millionen Euro.
Analysten stellen sich auf Gegenwind ein
Die Neubewertung durch die Wiener Privatbank reiht sich in eine Reihe vorsichtigerer Stimmen ein. Auch das Analysehaus Berenberg reduzierte sein Kursziel für den Titel von 25,00 auf 19,00 Euro, hielt jedoch an seiner Kaufempfehlung fest. Berenberg begründete die Anpassung mit gestiegenen Hypothekenzinsen, hartnäckiger Inflation und den daraus resultierenden operativen Hürden.
Am Markt schlug sich die anhaltende Skepsis der Investoren deutlich nieder. Am gestrigen Montag ging das Papier mit einem Abschlag von 1,4 Prozent bei 15,38 Euro aus dem Handel.
Stand heute, 13. Oktober: Wienerberger – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Wienerberger investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 13. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

