Die Wolters Kluwer Aktie erlebte am Dienstag einen dramatischen Kurssturz. Mit einem Minus von bis zu 12 Prozent sackte der Titel auf den tiefsten Stand seit März 2021. Auslöser der Panik: Das US-Unternehmen Anthropic hat ein KI-gestütztes Produktivitätstool für interne Rechtsabteilungen von Unternehmen veröffentlicht – direkte Konkurrenz für die Legal-Tech-Sparte des niederländischen Fachverlags.
Libra-Expansion kommt zur Unzeit
Ausgerechnet jetzt expandiert Wolters Kluwer mit seiner KI-Plattform Libra nach Polen. Die Lösung kombiniert fortschrittliche KI-Technologie mit juristischen Inhalten und ermöglicht Rechtsrecherche, Vertragserstellung und Dokumentenanalyse in einem Arbeitsbereich. Nach erfolgreichen Rollouts in den Niederlanden und Deutschland soll nun auch der polnische Markt erschlossen werden. Bestandskunden können bereits eine kostenlose Testversion nutzen.
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Doch die Timing könnte kaum ungünstiger sein. Während das Unternehmen stolz von „transformativer Kraft der KI“ spricht, zeigt die Börse massive Zweifel an der Wettbewerbsfähigkeit gegenüber neuen Marktteilnehmern.
Analysten spielen Gefahr herunter
Nick Dempsey von der Barclays Bank versucht zu beschwichtigen: „Wir glauben, dass sich dadurch wenig für den Markt für spezialisierte KI-Tools für Anwaltskanzleien ändert, aber es ist keine hilfreiche Schlagzeile.“ Der Analyst betont, dass der Markt derzeit extrem sensibel auf KI-Veränderungen reagiere. Immerhin: Wolters Kluwer mit seinem stärkeren Europa-Fokus dürfte weniger exponiert sein als Konkurrent RELX, der stärker vom US-Markt abhängt. In Europa verlaufe die Einführung neuer Technologien im Rechtsbereich deutlich langsamer.
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Branchenbeben erfasst gesamten Sektor
Der Kursrutsch blieb nicht auf Wolters Kluwer beschränkt. RELX verlor ebenfalls bis zu 12 Prozent. Auch andere Informationsdienstleister gerieten unter Druck: London Stock Exchange, Pearson und der US-Datenanbieter Thomson Reuters – dessen Kurs vorbörslich mehr als neun Prozent einbüßte. An der Frankfurter Börse verlor Springer Nature 3,3 Prozent und näherte sich damit dem Rekordtief vom April.
Die Botschaft der Märkte ist eindeutig: Traditionelle Fachinformationsanbieter stehen unter massivem Druck durch neue KI-Player. Die Frage lautet nicht mehr ob, sondern wann die Disruption zuschlägt.
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