Die australische Woodside Energy Group legte am Dienstag ihre Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vor – und die fielen durchwachsen aus. Während das Unternehmen bei der Produktion neue Bestwerte erreichte, belasteten schwächere Rohstoffpreise das Ergebnis spürbar. Der Nettogewinn brach um 24 Prozent auf 2,72 Milliarden Dollar ein. Dennoch reagierte die Börse positiv: Die Aktie legte in Sydney um rund 2,8 Prozent zu und kletterte auf 27,87 Australische Dollar – den höchsten Stand seit 18 Monaten.
Produktion auf Rekordniveau
Das Fördervolumen stieg auf 198,8 Millionen Barrel Öläquivalent und übertraf damit die eigene Jahresprognose. Das entspricht einer durchschnittlichen Tagesproduktion von 545.000 Barrel. Haupttreiber war das Sangomar-Projekt vor der Küste Senegals, das über weite Teile des Jahres mit Nennkapazität von 100.000 Barrel pro Tag lief und dabei eine Zuverlässigkeit von fast 99 Prozent erreichte. Auch die australischen LNG-Anlagen Pluto und North West Shelf lieferten konstante Weltklasse-Performance ab.
Das bereinigte Betriebsergebnis (EBITDA) hielt sich mit 9,28 Milliarden Dollar nahezu auf Vorjahresniveau, die EBITDA-Marge lag bei über 70 Prozent. Der durchschnittlich erzielte Preis pro Barrel sank allerdings um 5 Prozent auf 60,20 Dollar.
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Dividende steigt trotz Gewinnrückgang
Für Anleger besonders interessant: Woodside hob die Schlussdividende um 11 Prozent auf 0,59 US-Dollar je Aktie an. Die Gesamtdividende für 2025 beläuft sich damit auf 1,12 Dollar – ein Rückgang von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, aber immerhin eine Ausschüttungsquote von 80 Prozent des bereinigten Nettogewinns. Damit bewegt sich das Unternehmen am oberen Ende seiner selbst gesetzten Zielspanne von 50 bis 80 Prozent.
Chief Financial Officer Graham Tiver betonte die Finanzstärke des Konzerns: Mit einer Liquidität von 9,3 Milliarden Dollar und einer Verschuldungsquote von 18,2 Prozent – innerhalb der Zielspanne von 10 bis 20 Prozent – sei man bestens aufgestellt, um Wachstumsprojekte voranzutreiben und gleichzeitig solide Dividenden zu zahlen.
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Scarborough-Projekt kurz vor Inbetriebnahme
Besonders gespannt blicken Investoren auf das Scarborough-Gasprojekt, das Ende 2025 zu 94 Prozent fertiggestellt war. Die schwimmende Produktionseinheit ist mittlerweile am Gasfeld eingetroffen, alle acht Entwicklungsbohrungen wurden erfolgreich abgeschlossen. Woodside peilt die erste LNG-Lieferung im vierten Quartal 2026 an. CEO Liz Westover zeigte sich zuversichtlich, den Zeitplan einzuhalten, verwies aber auf wetterbedingte Risiken bei den verbleibenden Offshore-Arbeiten.
Das Louisiana-LNG-Projekt in den USA, das im April 2025 die finale Investitionsentscheidung erhielt, war zum Jahresende zu 22 Prozent fertiggestellt. Die erste LNG-Lieferung ist für 2029 geplant. Woodside konnte strategische Partner wie Stonepeak und Williams gewinnen, wodurch sich der eigene Kapitalanteil auf unter 60 Prozent der Gesamtkosten reduzierte.
Beim Beaumont-Ammoniakprojekt begann im Dezember 2025 die Produktion von konventionellem Ammoniak. Die vollständige Übergabe durch den bisherigen Betreiber OCI wird für die erste Hälfte 2026 erwartet, die Produktion von CO2-reduziertem Ammoniak soll in der zweiten Jahreshälfte anlaufen.
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