Worldline setzt auf einen harten technischen Neustart. Der Zahlungsdienstleister konsolidiert sein Kapital, um den massiven Kursverfall der vergangenen Monate abzufedern. Ab der kommenden Woche wird das Papier unter einer neuen Identität gehandelt.
Der Aktiensplit erfolgt im Verhältnis 40 zu 1. Ein radikaler Schritt. Dabei steigt der Nennwert der Anteile von 0,02 Euro auf 0,80 Euro.
Ab dem 15. Juni 2026 gilt die neue ISIN FR00140182K6. Der Handel unter der alten Kennnummer endet bereits am Freitag zuvor. Das Ziel: eine optische Stabilisierung des Kurses.
Die Maßnahme ist eine Reaktion auf die dramatische Marktlage. Innerhalb eines Jahres verlor die Aktie fast ihren gesamten Wert. Zuletzt notierte das Papier bei lediglich 0,28 Euro.
Der Kurs liegt damit nur noch knapp über dem Jahrestief von 0,24 Euro. Ein herber Verlust für Aktionäre. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf über 83 Prozent.
Flankierend dazu treibt das Management den Umbau voran. Im ersten Halbjahr sammelte Worldline rund 500 Millionen Euro frisches Kapital ein. Namhafte Partner wie BNP Paribas und Crédit Agricole stützten diesen Schritt.
Fokus auf das Kerngeschäft
Der Konzern trennt sich außerdem konsequent von Randgeschäften. Der Verkauf der Sparte Mobility & e-Transactional Services brachte 400 Millionen Euro ein. Insgesamt rechnet Worldline für 2026 mit Mittelzuflüssen von bis zu 640 Millionen Euro.
Die kommenden Wochen bringen operative Fakten. Im Juni steht die Hauptversammlung an. Ende Juli folgen die Halbjahreszahlen. Diese Termine zeigen, wie weit der Sanierungsplan North Star 2030 bereits vorangeschritten ist.
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