Xiaomi: 1.003 PS für YU7 GT ab Mai

Xiaomi präsentiert auf der Pekinger Automesse den E-SUV YU7 GT und plant den Europa-Start für 2027, während die Aktie auf ein Jahrestief fällt.

Xiaomi Aktie
Kurz & knapp:
  • Neuer Performance-SUV YU7 GT vorgestellt
  • Europa-Expansion ab 2027 geplant
  • Aktie erreicht neues 52-Wochen-Tief
  • Smartphone-Gewinnrückgang belastet Kurs

Starke Auslieferungszahlen und eine aggressive Auto-Offensive. Bei Xiaomi klaffen operative Realität und Börsenstimmung aktuell weit auseinander. Während der Konzern auf der Pekinger Automesse neue Elektro-Modelle präsentiert, rutscht die Aktie auf ein neues Jahrestief.

Münchener Technik für den Heimatmarkt

Auf der laufenden Automesse in Peking demonstriert der Konzern seine Ambitionen im Hochleistungssegment. Im Zentrum steht der neue Performance-SUV YU7 GT. Das Modell soll Ende Mai offiziell in China starten. Das Münchener Forschungszentrum des Unternehmens entwickelte das Fahrzeug maßgeblich mit. Ein Team aus ehemaligen BMW- und Porsche-Ingenieuren baute den Antriebsstrang.

Die Systemleistung liegt bei über 1.000 PS. Die Reichweite beziffert Xiaomi auf 705 Kilometer. Parallel dazu zeigt das Unternehmen mit dem Konzept-Hypercar Vision GT seine technische Reichweite. Das Fahrzeug basiert auf einer 900-Volt-Plattform und sprintet in unter einer Sekunde auf Tempo 100.

Europa im Visier

Ab 2027 will Xiaomi offiziell Fahrzeuge außerhalb Chinas verkaufen. Europa dient dabei als erster Zielmarkt. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Das Unternehmen baut aktiv eine operative Infrastruktur auf dem Kontinent auf.

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Dafür sicherte sich der Konzern die Dienste von Dieter Lorenz. Der Manager leitete zuvor die Auslieferungsprozesse für Tesla in Zentraleuropa. In Deutschland, Frankreich und Spanien sucht Xiaomi aktuell massiv Führungskräfte für den Vertrieb.

Ein kürzlicher Besuch des spanischen Ministerpräsidenten in Peking verleiht der Expansion eine politische Dimension. Spanien bringt sich bereits als potenzieller Produktionsstandort ins Spiel.

Rote Zahlen an der Börse

Das operative Geschäft liefert solide Daten. Im ersten Quartal 2026 übergab Xiaomi rund 80.000 Fahrzeuge an Kunden. Seit dem Start im April 2024 summieren sich die Auslieferungen auf eine halbe Million Einheiten. Die Automobilsparte arbeitet bereits profitabel.

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An der Börse verpuffen diese Erfolge völlig. Die Aktie schloss am Freitag bei 3,38 Euro und markierte damit exakt ihr 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn hat das Papier fast 25 Prozent an Wert verloren. Der Kurs notiert deutlich unter allen wichtigen Durchschnittslinien.

Der Grund: das Kerngeschäft. Gestiegene Kosten für Speicherchips drücken die Margen bei den Smartphones. Der bereinigte Nettogewinn brach im vierten Quartal 2025 um 24 Prozent ein.

Die Automesse in Peking läuft noch bis Anfang Mai. Marktbeobachter erwarten weitere Details zur Preisgestaltung des YU7 GT. Ein starkes Fundament für den Europa-Start existiert bereits. Im vergangenen Jahr steigerte Xiaomi seine Premium-Smartphone-Umsätze in Westeuropa um rund 40 Prozent. Auf dieser Kundenbasis will der Konzern künftig seine Elektroautos vermarkten.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.