Xiaomi: 35 Prozent Absturz im Heimatmarkt China

Xiaomi verzeichnet mit 19 Prozent Minus den größten Absatzeinbruch unter den führenden Smartphone-Herstellern. Steigende Speicherpreise belasten das Geschäft.

Xiaomi Aktie
Kurz & knapp:
  • Weltweite Auslieferungen sinken um 19 Prozent
  • Marktanteil fällt auf 11,7 Prozent
  • Steigende Speicherpreise belasten das Geschäft
  • EV-Sparte liefert solide Absatzzahlen

Starke Nachfrage, schwache Kurse — bei Xiaomi klaffen Realität und Börsenstimmung auseinander. Im ersten Quartal 2026 verzeichnete der Konzern den stärksten Absatzrückgang aller großen Smartphone-Hersteller. Und der nächste Stresstest steht bereits in der kommenden Woche an.

Neunzehn Prozent weniger Geräte

Laut vorläufigen IDC-Daten sanken Xiaomis weltweite Auslieferungen auf 33,8 Millionen Geräte — nach 41,8 Millionen im Vorjahreszeitraum. Das entspricht einem Minus von 19,1 Prozent. Der Marktanteil fiel von 13,8 auf 11,7 Prozent.

Rang drei weltweit hält Xiaomi damit noch. Allerdings verliert kein anderer Hersteller in den Top 5 so viel Boden. IDC zufolge reduzierte Xiaomi gezielt ältere Modelle, um Preisanpassungen zu vermeiden — ein Zeichen, wie eng der Spielraum geworden ist.

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Speicherpreise als Haupttreiber

Der Einbruch ist kein Xiaomi-spezifisches Problem, trifft das Unternehmen aber strukturell härter als Wettbewerber. Engpässe bei Speicherbausteinen treiben die Kosten in die Höhe: DRAM-Kontraktpreise stiegen im Quartal um rund 90 Prozent, NAND-Flash-Preise um 50 bis 60 Prozent. In Schwellenländern kletterten die Endkundenpreise laut IDC um 40 bis 50 Prozent — genau jene Märkte, auf denen Xiaomis Preis-Leistungs-Modell besonders stark aufgestellt ist.

Im chinesischen Heimatmarkt fiel das Bild noch deutlicher aus. Omdia-Daten zeigen einen Rückgang von 35 Prozent auf 8,7 Millionen Einheiten — Xiaomi verschwand damit sogar aus den chinesischen Top 5. Als Reaktion zog das Unternehmen die Markteinführung des Xiaomi 17 Ultra vor, drosselte Lieferungen im Einsteigersegment und hob ab Mitte April die Preise einzelner Modelle an.

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EV-Sparte als Gegengewicht?

Auf der Elektroauto-Seite liefert Xiaomi Auto solide Zahlen. Im ersten Quartal 2026 wurden offiziellen Angaben zufolge rund 80.000 Fahrzeuge ausgeliefert — mehr als 39.000 allein im Januar. Das übertrifft die eigenen Lieferziele aus 2025.

Ob das reicht, um die Smartphone-Schwäche aufzufangen, dürfte der Quartalsbericht am 27. Mai zeigen. Angesichts der bekannt schwachen IDC-Daten werden Analysten vor allem die Margenentwicklung und den Beitrag des EV-Geschäfts unter die Lupe nehmen.

An der Börse ist die Lage angespannt. Die Aktie notiert bei 3,42 Euro — nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 3,38 Euro — und hat seit Jahresbeginn fast ein Viertel ihres Wertes verloren. Alle relevanten gleitenden Durchschnitte zeigen nach unten. IDC warnt obendrein, dass Android-Hersteller mit Fokus auf das Niedrigpreissegment auch mittelfristig am stärksten unter dem Speicherpreisdruck leiden dürften. Für Xiaomi ist das keine kurzfristige Delle, sondern eine strukturelle Belastung.

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