Xiaomi Aktie: 1.500 Yuan Mehrkosten pro Gerät

Xiaomi startet eigenen Chip und präsentiert neue 17T-Serie. Quartalszahlen am 26. Mai entscheiden über Kursentwicklung.

Xiaomi Aktie
Kurz & knapp:
  • Eigener XRING-03-Chip bestätigt
  • Speicherkosten vervierfachen sich
  • Neue 17T-Serie am 28. Mai
  • Quartalszahlen am 26. Mai

Xiaomi startet in eine wichtige Phase. Der Smartphone-Bauer steht vor mehreren richtungsweisenden Terminen. Am Aktienmarkt spiegelt sich das bisher nicht wider. Seit Jahresbeginn verlor das Papier knapp 25 Prozent. Am Freitag schloss die Aktie bei 3,37 Euro. Das ist ein deutlicher Abstand zur 200-Tage-Linie bei 4,50 Euro.

Eigener Chip spart Kosten

Konzernpräsident Lu Weibing hat den Start des neuen XRING-03-Chips für dieses Jahr offiziell bestätigt. Xiaomi setzt dabei auf ein überarbeitetes Octa-Core-Design. Der Prime-Kern erreicht voraussichtlich Taktraten von bis zu 4,05 Gigahertz.

Der Konzern verzichtet jedoch auf das modernste 2-Nanometer-Verfahren von TSMC. Stattdessen nutzen die Chinesen den älteren 3-Nanometer-Knoten. Ein möglicher Grund sind die stark gestiegenen Wafer-Preise. Damit tritt der Chip nicht direkt gegen die Spitzenmodelle von Qualcomm oder Apple an.

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Teure Speicherchips belasten

Der Kostendruck in der Branche wächst rasant. Lu Weibing warnte kürzlich vor massiv steigenden Preisen für Speicherkomponenten. Bei einer Standardkonfiguration haben sich diese Ausgaben im Vergleich zum Vorjahr fast vervierfacht. Das bedeutet rund 1.500 Yuan Mehrkosten pro Gerät.

Die Ursache liegt im KI-Boom. Zulieferer wie Samsung und Micron schichten ihre Kapazitäten auf lukrative KI-Speicher um. Die Folge: Normale Smartphone-Komponenten verknappen sich.

Mitten in diesem Umfeld präsentiert Xiaomi voraussichtlich am 28. Mai die neue 17T-Serie. Die Modelle sollen mit großen Akkus und schnellen Displays punkten. Für die Pro-Version erwarten Marktbeobachter einen Preis von rund 999 Euro in Europa.

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Margen auf dem Prüfstand

Zwei Tage vor dem Produktstart liefert der Vorstand harte Fakten. Am 26. Mai stehen die Quartalszahlen auf der Agenda. Der Konsens erwartet einen Umsatz von rund 101 Milliarden Yuan. Den Gewinn je Aktie schätzen Experten auf 0,18 Yuan.

Der Markt achtet besonders auf die Profitabilität. Das Smartphone-Geschäft muss solide Gewinne abwerfen. Nur so kann Xiaomi den teuren Aufbau der eigenen Elektroauto-Sparte finanzieren. Das Premium-Modell 17 Pro Max verkauft sich in China bisher hervorragend.

Enttäuschen die Zahlen, droht an der Börse weiteres Ungemach. Die Aktie könnte dann ihr 52-Wochen-Tief bei 3,17 Euro testen. Am 2. Juni folgt bereits der nächste Termin in Peking. Auf der Hauptversammlung stimmen die Aktionäre über Mandate für künftige Aktienrückkäufe ab.

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