Premium-Ambitionen, fallende Kurse – das ist die Gemengelage, mit der Xiaomi in die neue Woche geht. Der chinesische Konzern hat die neue 17T-Serie vorgestellt und greift damit höhere Preispunkte an. Die Aktie notiert derweil nahe dem 52-Wochen-Tief.
Leica-Kamera und KI als Zugpferde
Die Modellreihe umfasst das Xiaomi 17T und das 17T Pro. Beide kommen mit einer Leica-Triple-Kamera, einem Periskop-Telezoom und KI-Features. Das 17T Pro setzt auf ein 6,83-Zoll-AMOLED-Display mit 144 Hertz, einen 7.000-mAh-Akku und den MediaTek Dimensity 9500.
In Europa starten die Preise bei 749 Euro für das 17T, das Pro-Modell kostet 999 Euro. In Malaysia liegt die Spanne umgerechnet bei umgerechnet bis zu 3.499 Ringgit für die Top-Variante.
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Die Zahlen hinter dem Vorstoß
Die Preisstrategie ist kein Zufall. Xiaomi verfolgt seit Quartalen einen Kurs nach oben. Im ersten Quartal 2026 stieg der durchschnittliche Smartphone-Verkaufspreis um 8,2 Prozent auf 1.310 RMB – ein Rekord. In China entfielen 23,5 Prozent der verkauften Geräte auf das Premium-Segment, also Modelle ab 3.000 RMB.
Das Smartphone-Geschäft setzte 44,3 Milliarden RMB um, bei 33,8 Millionen Auslieferungen. Die Bruttomarge lag bei 10,1 Prozent. Belastungen durch gestiegene Speicherkosten drückten auf das Ergebnis.
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Das Segment Smartphone × AIoT erzielte insgesamt 79,3 Milliarden RMB Umsatz mit einer Marge von 22,5 Prozent. Die neue Serie adressiert genau diesen Bereich – operativ das Schwergewicht des Konzerns.
Kursbild vor der neuen Woche
Die Aktie schloss in Hongkong am Freitag bei umgerechnet 3,08 Euro. Das sind 2,55 Prozent weniger als am Vortag. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf 31,44 Prozent, auf 12-Monats-Sicht stehen 46,43 Prozent Verlust. Das 52-Wochen-Tief liegt bei exakt diesem Schlusskurs.
Damit steht Xiaomi vor einer entscheidenden Phase. Die neue 17T-Serie ist der nächste Versuch, die Premium-Strategie mit echten Verkaufszahlen zu untermauern. Der Markt honoriert das bisher nicht – im Gegenteil. Neue Impulse braucht es spätestens mit den nächsten Quartalszahlen, die zeigen müssen, ob der Produktmix die Margen tatsächlich stabilisieren kann.
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