August 2026 zusammen, um die ungeprüften Halbjahreszahlen 2026 zu billigen und über eine Zwischendividende zu entscheiden. Dem Gremium gehören unter anderem Lei Jun, Lin Bin, Liu De, Liu Qin, Chen Dongsheng, Wong Shun Tak und Cai Jinqing an. Die Aktie notiert in Hongkong unter den Kürzeln 1810 (HKD) und 81810 (RMB). Für den Titel besteht eine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 43 Hongkong-Dollar, während ein technisches Signal derzeit auf Verkauf steht.
Erstes Quartal zeigt kräftiges Wachstum
Im ersten Quartal 2026 erzielte Xiaomi einen Umsatz von 99,1 Milliarden Yuan und näherte sich damit der Marke von 100 Milliarden. Das operative Ergebnis im Kerngeschäft aus Smartphones und AIoT zog im Quartalsvergleich deutlich an. Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben stiegen auf 9,0 Milliarden Yuan, ein Plus von 33,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der durchschnittliche Verkaufspreis für Smartphones erreichte mit 1.310 Yuan einen Rekordwert. Die Auto-Sparte steuerte 19,9 Milliarden Yuan bei, ein Zuwachs von 6,9 Prozent, bei mehr als 80.000 ausgelieferten Fahrzeugen. Für Künstliche Intelligenz plant Xiaomi 2026 Investitionen von mindestens 16 Milliarden Yuan und über drei Jahre gerechnet mehr als 60 Milliarden Yuan. Die Barreserven liegen bei über 220 Milliarden Yuan. Das hauseigene Modell MiMo-V2.5-Pro rangiert nach eigenen Angaben unter den Open-Source-Sprachmodellen weltweit auf Platz eins.
Speicherkrise drückt auf Margen und Volumen
Lei Jun warnte, dass Smartphones künftig teurer werden dürften, weil die Speicherpreise weiter steigen. Nach Angaben von TrendForce sollen die Vertragspreise für DRAM im zweiten Quartal 2026 um 58 bis 63 Prozent zulegen, bei NAND-Speicher werden 70 bis 75 Prozent erwartet. Xiaomi hat die Preise für drei Modelle bereits angehoben. Konzern-Präsident Lu Weibing rechnet damit, dass Flaggschiff-Smartphones bis Ende 2026 die Marke von 10.000 Yuan überschreiten könnten; der Preistrend bei Speicherchips dürfte sich bis mindestens 2027 fortsetzen.
Die Branchenzahlen untermauern den Druck. Der Marktforscher Omdia beziffert den weltweiten Rückgang der Smartphone-Auslieferungen im zweiten Quartal 2026 auf 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr; Samsung kommt auf 22 Prozent Marktanteil, Apple auf ein Rekord-Quartal mit 20 Prozent, Xiaomi liegt bei 11 Prozent. Counterpoint erwartet für das Gesamtjahr 2026 einen Rückgang der globalen Auslieferungen um 13,9 Prozent auf rund 1,08 Milliarden Geräte – der niedrigste Wert seit 2013 – und rechnet bei Xiaomi mit einem Volumeneinbruch von 28 Prozent. Regional zeigt sich das Muster bereits: Im Nahen Osten sanken Xiaomis Auslieferungen im ersten Quartal 2026 um 28 Prozent auf 1,2 Millionen Geräte, während Konkurrent Honor um 73 Prozent zulegte. In Südostasien stieg der durchschnittliche Verkaufspreis laut Omdia um 19 Prozent auf 349 US-Dollar, begleitet von rückläufigen Stückzahlen bei Xiaomi und mehreren Wettbewerbern.
Auto-Sparte und neue Produkte als Gegengewicht
Während das klassische Smartphone-Geschäft unter Speicherkosten leidet, baut Xiaomi das Auto-Geschäft aus. Die Aufsichtsbehörde MIIT bestätigte eine neue Produktkategorie für Elektrofahrzeuge mit Reichweitenverlängerung, produziert im Werk Peking. Präsident Lu Weibing kündigte für die zweite Jahreshälfte 2026 ein neues, größeres Modell auf einer eigenen Plattform mit mehreren Varianten an, das unter dem Namen SkyNomad firmieren soll. Parallel rollt Xiaomi die Softwareversion HyperOS 3.3 auf Android-17-Basis aus und plant einen Auftritt auf der IFA in Berlin im September. Für das faltbare Mix Fold 5 kursieren bereits Leaks zu HyperOS 4, einem Xring-O3-Chip, einer 200-Megapixel-Leica-Kamera und einem 6.000-mAh-Akku. Ergänzt wird das Portfolio um neue Smart-Home-Produkte wie eine solarbetriebene Sicherheitskamera und eine Klimaanlage, die laut Hersteller bei Temperaturen von minus 35 bis plus 65 Grad arbeitet.
Aktie zwischen kurzfristiger Erholung und langfristigem Abschlag
Zum Freitagsschluss stand die Aktie bei 3,03 Euro, nach einem Tagesverlust von 1,43 Prozent. Auf Sicht von sieben Tagen steht dennoch ein Plus von 3,51 Prozent zu Buche – ein Hinweis darauf, dass die Erholung volatil verläuft. Gegenüber dem 200-Tage-Durchschnitt von 3,82 Euro liegt der Kurs weiterhin 20,66 Prozent zurück, was den anhaltenden Abwärtstrend seit dem Jahreshoch im September 2025 unterstreicht. Anleger dürften den 18. August als nächsten wichtigen Termin im Blick behalten, wenn Xiaomi zeigen muss, wie stark die Speicherkrise tatsächlich auf Marge und Wachstum durchschlägt.
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