Xiaomi drückt beim globalen Handel aufs Tempo. Der Elektronikkonzern schließt eine strategische Partnerschaft mit dem Zahlungsdienstleister Adyen. Das Ziel: eine zentrale Plattform für alle weltweiten Transaktionen.
Globale Abwicklung aus einer Hand
Zunächst bündeln die Unternehmen ihre Kräfte in 18 Märkten. Darunter befinden sich Japan, Mexiko und die Europäische Union. Xiaomi nutzt künftig Adyens Technik für alle Verkäufe. Online-Käufe und Zahlungen in den Geschäften laufen dann über ein einziges System. Das spart Verwaltungskosten und sichert dem margenstarken Internetgeschäft zusätzliche Erträge.
Autos und teure Chips
Im Hintergrund treibt Xiaomi den Wandel zum Autobauer massiv voran. Im Juni lieferte der Konzern mehr als 30.000 Elektrofahrzeuge aus. Dies gelang den Chinesen nun zum dritten Mal in Folge. Die stabile Produktion im neuen Segment ist dringend nötig. Im Kerngeschäft mit Smartphones belasten teure Speicherchips derzeit die Margen. Höhere Stückzahlen bei den Autos müssen diese steigenden Kosten mittelfristig ausgleichen.
Aktie sucht den Boden
An der Börse honorieren Investoren diese operativen Schritte bisher nicht. Die Xiaomi-Aktie gab am Dienstag leicht auf 2,58 Euro nach. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 42 Prozent an Wert verloren.
Der Kurs tendiert damit nur knapp über dem jüngsten Tief von 2,34 Euro. Bis zum vielbeachteten 200-Tage-Durchschnitt bei 3,94 Euro bleibt der Weg weit.
Die Partnerschaft mit Adyen strafft nun kurzfristig die weltweiten Vertriebskanäle. Langfristig entscheidet jedoch die Kostenseite über den Erfolg. Xiaomi muss die Lieferengpässe bei den Chips überwinden und die teure Autoproduktion zügig in die Gewinnzone skalieren. Ohne Fortschritte bei der Marge bleibt ein nachhaltiger Kursaufschwung aus.
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