Short-Seller haben in den vergangenen Monaten auf der richtigen Seite gestanden. Xiaomis Hongkonger Aktie verlor seit ihrem September-Hoch rund 44 Prozent — und bescherte Leerverkäufern laut S3 Partners LLC Buchgewinne von 1,8 Milliarden US-Dollar. Damit war der Titel der größte negative Einzelbeitrag im Hang Seng Tech Index in diesem Zeitraum.
Doppelter Gegenwind belastet das Geschäft
Die Ursachen für den Kursverfall sind konkret. Im Smartphone-Kerngeschäft sind die Speicherpreise im laufenden Quartal laut Counterpoint Research um 80 bis 90 Prozent gestiegen. Xiaomi hält die Verkaufspreise seiner Flaggschiff-Modelle bislang stabil — ein Schritt, der Marktanteile sichert, aber die Margen aufzehrt. Anders als Apple oder Samsung fehlt dem Unternehmen eine Premium-Kundenbasis, die Preiserhöhungen problemlos mitträgt.
Goldman Sachs reagierte mit deutlichen Prognosekorrekturen: Die Umsatzschätzungen für 2025 bis 2027 wurden um zwei bis neun Prozent gesenkt, die bereinigten Nettogewinnprognosen sogar um bis zu 24 Prozent. Als Treiber nennt die Bank steigende Vorleistungskosten sowie den schrittweisen Abbau staatlicher EV-Subventionen in China.
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Auch im Elektrofahrzeugsegment trübte sich das Bild zuletzt ein: Im Februar lieferte Xiaomi knapp über 20.000 Fahrzeuge aus — weniger als halb so viele wie im Januar mit mehr als 39.000 Einheiten. Zusätzlich belastet ein Steuerstreit in Indien, wo Behörden Zollhinterziehung bei Royalty-Zahlungen vorwerfen. Die vorläufige Forderung von 72 Millionen US-Dollar könnte inklusive Strafen auf über 150 Millionen US-Dollar anwachsen; rund 610 Millionen US-Dollar an Unternehmensvermögen im Land sind eingefroren.
Aktienrückkäufe und Robotik als Gegensignale
Xiaomi versucht gegenzusteuern. Allein im vergangenen Monat kaufte das Unternehmen eigene Aktien im Wert von mehr als 3,2 Milliarden Hongkong-Dollar zurück — der höchste Rückkaufumfang seit über zwei Jahren.
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Parallel dazu setzt das Unternehmen auf technologische Signale für die Zukunft: Selbst entwickelte humanoide Roboter wurden im EV-Werk erprobt und erledigten 90 Prozent der Aufgaben in einem Drei-Stunden-Zeitfenster. CEO Lei Jun kündigte an, diese Systeme innerhalb der nächsten fünf Jahre in großem Maßstab einzusetzen.
Jahresergebnisse am 24. März entscheidend
Der 24. März 2026 wird zum nächsten Gradmesser. Xiaomis Vorstand trifft sich dann zur Genehmigung der vollständigen Jahreszahlen für 2025 — auf der Tagesordnung steht auch die mögliche erste Abschlussdividende seit dem Börsengang. Laut Bloomberg-Konsensschätzungen dürfte der Nettogewinn um rund 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr gefallen sein, das Umsatzwachstum mit etwa 7,5 Prozent auf den schwächsten Stand seit mehr als zwei Jahren abgebremst haben.
Ein strukturell positives Zeichen kommt aus dem EV-Segment: Im dritten Quartal 2025 erzielte die kombinierte EV- und KI-Sparte erstmals einen operativen Quartalsgewinn von 700 Millionen Renminbi. Für 2026 peilt Xiaomi 550.000 Fahrzeugauslieferungen an — ein Plus von 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ob diese Wachstumsperspektive den Gegenwind aus Smartphone-Margen und EV-Preiskampf kompensieren kann, werden die Zahlen Ende März zeigen.
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