Neue Elektroautos, ein konkurrenzfähiges KI-Modell, humanoide Roboter in der Fabrik — Xiaomi liefert im März 2026 auf mehreren Technologiefronten gleichzeitig. Die Aktie honoriert das kaum. Seit Jahresbeginn hat das Papier knapp 21 Prozent verloren und notiert mit rund 3,53 Euro weit unter dem 52-Wochen-Hoch von 6,69 Euro.
SU7-Neugeneration mit Rekordstart
Das Elektroauto-Geschäft entwickelt sich operativ beeindruckend. Die überarbeitete Version des SU7 für das Modelljahr 2026 generierte in den ersten 34 Minuten nach Verkaufsstart 15.000 verbindliche Bestellungen, nach drei Tagen waren es bereits 30.000. In der ersten Auslieferungswoche übergab Xiaomi 5.000 Fahrzeuge an Kunden — möglich, weil die Produktion zwei Monate vor der offiziellen Premiere anlief.
Technisch setzt das Modell neue Maßstäbe im Segment: 800-Volt-Architektur, LiDAR-Sensoren und das KI-Sprachmodell XLA gehören nun serienmäßig zum Lieferumfang. Die Pro-Variante bietet eine Reichweite von 902 Kilometern. Mit einem Startpreis von 219.900 Yuan unterbietet Xiaomi das Tesla Model 3 auf dem Heimatmarkt um 15.600 Yuan.
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Das Jahresziel bleibt ambitioniert: Zusammen mit dem kommenden SUV YU7 peilt das Management 550.000 ausgelieferte Fahrzeuge für 2026 an. Um das zu erreichen, müssen ab sofort monatlich rund 49.100 Einheiten übergeben werden. Im Februar lagen die Auslieferungen bei gut 20.000 — nach 39.000 im Januar.
KI-Modell und Roboter-Premiere
Parallel positioniert sich Xiaomi im KI-Markt. Das neue Flaggschiff-Modell MiMo-V2-Pro mit einer Billion Gesamtparametern erreicht bei einschlägigen Benchmarks weltweit Rang drei und liegt knapp hinter Claude Opus 4.6. Die Preisstrategie ist aggressiv: Ein Dollar pro Million Input-Tokens gegenüber fünf Dollar beim direkten Konkurrenten. Vor der offiziellen Ankündigung wurde das Modell anonym auf der Plattform OpenRouter gelistet und überschritt dort eine Billion verarbeitete Token — bevor die Herkunft bekannt wurde.
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Hinzu kommt ein weiterer Meilenstein: Im März übernahmen humanoide Roboter erstmals autonom eine Aufgabe in der Elektroauto-Produktionslinie. Über drei Stunden führten sie das Einsetzen von Muttern durch und erreichten dabei eine Erfolgsquote von 90,2 Prozent bei einer Taktzeit von 76 Sekunden.
Belastungsfaktoren bremsen die Stimmung
Die operative Stärke trifft auf konkrete Gegenwind-Faktoren. Goldman Sachs hat seine Prognosen gesenkt. Ein Steuerstreit in Indien mit einer potenziellen Belastung von über 150 Millionen US-Dollar sowie eingefrorene Vermögenswerte von rund 610 Millionen US-Dollar belasten die Investorenstimmung zusätzlich.
Die Ausgangsbasis aus dem Geschäftsjahr 2025 ist immerhin solide: Das EV-Segment erzielte erstmals ein positives operatives Ergebnis für ein Gesamtjahr, der Umsatz stieg um 223,8 Prozent auf 106,1 Milliarden RMB. Die eigentliche Frage für 2026 ist, ob Xiaomi die Lücke zwischen dem starken Jahresstart im Januar und dem schwächeren Februar schließen kann — oder ob das Auslieferungsziel von 550.000 Fahrzeugen zum Belastungstest für die Aktie wird.
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