Aggressive Aktienrückkäufe, ein eskalierender Millionen-Steuerstreit in Indien und ein Produktlaunch in Barcelona – bei Xiaomi verdichten sich wichtige Ereignisse auf wenige Tage. Der chinesische Technologiekonzern steht vor mehreren Entscheidungen, die die weitere Kursentwicklung prägen dürften.
Aktienrückkäufe in Millionenhöhe
Xiaomi hat Ende Februar ein umfangreiches Rückkaufprogramm gestartet. Am 24. und 25. Februar erwarb das Management jeweils 2,8 Millionen Class-B-Aktien für insgesamt 200 Millionen Hongkong-Dollar. Die Maßnahme reiht sich in eine Serie von Rückkäufen ein – zuvor hatte das Unternehmen bereits 4,3 Millionen und 1,5 Millionen Aktien vom Markt genommen.
Die Kapitalrückgabe erfolgt in einer Phase, in der Xiaomi sich auf wichtige Produkteinführungen vorbereitet. Das Timing deutet darauf hin, dass das Management die aktuelle Bewertung als günstig einstuft.
Indien-Steuerstreit vor Supreme Court
Deutlich schwerer wiegt ein juristisches Verfahren in Indien. Die Steuerbehörden werfen Xiaomi vor, 72 Millionen US-Dollar an Zöllen auf Lizenzzahlungen hinterzogen zu haben. Ein Steuertribunal urteilte im November 2025, dass Xiaomi die Importwerte seiner Vertragspartner für mindestens drei Jahre bis 2020 zu niedrig angesetzt habe. Konkret geht es um Lizenzgebühren von 2 bis 5 Prozent an Unternehmen wie Qualcomm, die nicht in die Zollbemessungsgrundlage einbezogen wurden.
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Xiaomi argumentiert vor dem Supreme Court, das Tribunal habe einen Fehler begangen, indem es das Unternehmen als „wirtschaftlichen Eigentümer“ der Komponenten einstufte. Auch Auftragsfertiger Flex hat Rechtsmittel eingelegt. Reuters ordnet das Verfahren als Präzedenzfall für das gesamte Vertragsfertigungsmodell in Indien ein. Ein Urteil zugunsten der Behörden könnte den Zoll ermächtigen, Steuern auf ein deutlich breiteres Spektrum zu erheben.
Smartphone-Geschäft unter Druck
Im vierten Quartal 2025 rutschte Xiaomi global auf Platz drei ab. Die Auslieferungen sanken um 11,4 Prozent auf rund 37,8 Millionen Einheiten, der Marktanteil fiel auf etwa 11 Prozent. Angesichts steigender Speicherkosten konzentriert sich das Management darauf, den durchschnittlichen Verkaufspreis zu erhöhen – ein strategischer Schwerpunkt für 2026.
Am 28. Februar präsentiert Xiaomi in Barcelona die neue 17-Serie. Das Xiaomi 17 Ultra bringt als erstes Smartphone ein Leica-APO-zertifiziertes Teleobjektiv, einen 6.800-mAh-Akku und den Snapdragon-8-Elite-Gen-5-Chip in einem 8,29 mm dünnen Gehäuse. Neben dem Ultra-Modell zeigt der Konzern auch das Xiaomi 17, das Pad 8 und das Pad 8 Pro.
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EV-Sparte als Hoffnungsträger
Deutlich besser läuft es im Elektrofahrzeug-Segment. Im dritten Quartal 2025 erzielte die EV-Einheit erstmals einen Quartalsgewinn bei 108.796 ausgelieferten Fahrzeugen. Der Umsatz erreichte 29 Milliarden CNY (rund 4,1 Milliarden US-Dollar), der operative Gewinn lag bei 700 Millionen CNY.
Für das Gesamtjahr 2025 lieferte Xiaomi 411.837 Fahrzeuge aus. Im Januar 2026 war der YU7 Chinas meistverkauftes Passagierfahrzeug und überholte das Tesla Model Y mit 37.869 verkauften Einheiten. Für 2026 peilt Xiaomi 550.000 Auslieferungen an – ein Wachstum von 34 Prozent.
Erste Dividende und Ergebnisse am 24. März
Der Vorstand tagt am 24. März 2026. Neben der Jahresbilanz steht die Prüfung einer Schlussdividende auf der Agenda – es wäre die erste in der Unternehmensgeschichte. Die Zahlen für das dritte Quartal 2025 zeigten bereits einen Umsatzsprung von über 22 Prozent und einen bereinigten Nettogewinnzuwachs von fast 81 Prozent.
Die nächsten Wochen bringen Klarheit: Der Launch in Barcelona erfolgt heute, die Entscheidung des Supreme Court in Indien steht noch aus, und am 24. März folgen die Jahreszahlen. Die operative Dynamik im EV-Geschäft steht dem schwächelnden Smartphone-Segment und dem juristischen Risiko gegenüber.
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