Xiaomi Aktie: EV-Boom trifft Chipkrise

Xiaomi erzielt erstmals Gewinn mit Elektroautos, während die Margen im Kerngeschäft mit Smartphones durch hohe Chipkosten stark unter Druck geraten.

Xiaomi Aktie
Kurz & knapp:
  • Elektroauto-Sparte schreibt erstmals schwarze Zahlen
  • Smartphone-Margen durch teure Speicherchips eingebrochen
  • Aktienkurs deutlich vom Jahreshoch entfernt
  • Analysten uneins über die Zukunftsperspektiven

Der chinesische Technologiekonzern liefert für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 ein bemerkenswert widersprüchliches Bild ab. Während die noch junge Elektroauto-Sparte erstmals schwarze Zahlen schreibt und die Erwartungen übertrifft, bricht das traditionelle Kerngeschäft spürbar ein. Teure Speicherchips setzen die Margen bei den Smartphones massiv unter Druck und werfen einen Schatten auf die Gesamtbilanz.

Elektroautos auf der Überholspur

Im Segment der Elektrofahrzeuge feiert der Konzern einen historischen Meilenstein. Mit einem operativen Jahresgewinn von umgerechnet rund 112,5 Millionen Euro und gut 411.000 ausgelieferten Fahrzeugen übertraf das Management die eigenen Ziele deutlich. Die Bruttomarge kletterte hier auf beachtliche 24,3 Prozent.

Die Nachfrage nach dem überarbeiteten SU7-Modell bleibt enorm, was sich in Wartezeiten von bis zu 60 Wochen niederschlägt. Wegen der aktuell knappen Produktionskapazitäten verschiebt das Unternehmen die geplante Auslandsexpansion auf das Jahr 2027.

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Teure Chips belasten das Kerngeschäft

Ganz anders sieht die Lage im ursprünglichen Kerngeschäft aus. Der Smartphone-Absatz verfehlte mit 165,2 Millionen Geräten das Jahresziel klar. Besonders im Schlussquartal drückten extrem teure Speicherkomponenten die Bruttomarge auf magere 10,9 Prozent. Der bereinigte Nettogewinn sank im vierten Quartal um fast ein Viertel – der erste Rückgang seit drei Jahren.

Verantwortlich für diese Entwicklung ist eine Verschiebung am Halbleitermarkt. Da Zulieferer wie Samsung ihre Produktion auf lukrative KI-Beschleuniger fokussieren, fehlen günstige Speicherchips für Handys. Xiaomi reagiert auf diese Strukturkrise und soll sein internes Auslieferungsziel für 2026 bereits drastisch auf rund 110 Millionen Einheiten gekappt haben.

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Wachsende Skepsis an der Börse

Diese fundamentale Schieflage spiegelt sich deutlich im Kursverlauf wider. Aktuell notiert das Papier bei 3,62 Euro und hat sich damit fast 46 Prozent von seinem 52-Wochen-Hoch entfernt. Institutionelle Investoren positionieren sich zunehmend vorsichtig. Das Short-Interest am Streubesitz verdreifachte sich zuletzt nahezu auf 7,3 Prozent. Auch die Analysten zeigen sich angesichts der gemischten Zahlen uneins:

  • J.P. Morgan: Stuft die Aktie auf „Hold“ ab mit einem Kursziel von 38 HKD.
  • Nomura: Vertritt mit 33 HKD das pessimistischste Ziel am Markt.
  • Deutsche Bank: Bleibt mit einem Kursziel von 71 HKD deutlich optimistischer.

Für das laufende Jahr plant das Management nun mit 550.000 ausgelieferten Fahrzeugen. Um den Abwärtstrend der Aktie zu stoppen, muss dieses ehrgeizige Wachstum im Automobilsektor die schwindenden Gewinne im Smartphone-Segment zügig kompensieren. Gleichzeitig rechnet Goldman Sachs mit auf 40 Milliarden Yuan steigenden Forschungs- und Entwicklungsausgaben, was den Nettogewinn 2026 spürbar dämpfen dürfte.

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