Während der chinesische Technologiekonzern über einen strategischen Einstieg beim europäischen Autobauer Stellantis verhandelt, wetten Leerverkäufer massiv gegen das Papier. Explodierende Kosten für Speicherchips und ein harter Preiskampf im Elektroauto-Segment werfen einen Schatten auf die rasante Transformation des Unternehmens.
Europa-Pläne und EV-Wachstum
Unternehmensvertreter von Stellantis prüfen derzeit Optionen für eine Neuaufstellung in Europa und führten dazu informelle Gespräche mit Xiaomi. Im Raum stehen Investitionen in Marken wie Maserati sowie ein möglicher Zugang zu europäischen Produktionskapazitäten. Für Xiaomi wäre dies ein wichtiger Hebel, um die hohen Markteintrittsbarrieren für chinesische Elektroautohersteller in der EU zu umgehen.
Operativ liefert die EV-Sparte bereits starke Argumente für diesen Expansionskurs. Im letzten berichteten Quartal stiegen die Umsätze in diesem Segment im Jahresvergleich um fast 200 Prozent, womit Elektrofahrzeuge mittlerweile ein Viertel des Gesamtumsatzes ausmachen. Um Marktanteile zu gewinnen, hob das Management das Auslieferungsziel für 2026 auf 550.000 Einheiten an und testet parallel den Einsatz eigener humanoider Roboter zur Effizienzsteigerung in der Fertigung.
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Gegenwind im Kerngeschäft
Abseits der Mobilitätsfantasien sieht sich das Unternehmen jedoch mit gravierenden strukturellen Problemen konfrontiert. Die Preise für Speicherchips sind laut Marktforschern im ersten Quartal um 80 bis 90 Prozent gestiegen. Diese Kostenexplosion veranlasste Goldman Sachs zu einer deutlichen Korrektur: Die Investmentbank senkte die bereinigten Nettogewinnprognosen für die Jahre 2025 bis 2027 um bis zu 24 Prozent und reduzierte das Kursziel auf 41 Hongkong-Dollar.
Dieser fundamentale Druck spiegelt sich im Chartbild wider. Auf Sicht von zwölf Monaten verzeichnet die Aktie einen Verlust von knapp 41 Prozent und notiert bei 3,71 Euro. Leerverkäufer nutzten diese Schwächephase im asiatischen Handel intensiv und verbuchten durch den Abwärtstrend zuletzt Buchgewinne in Milliardenhöhe.
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Aktienrückkäufe und nächster Termin
Um den Kursverfall abzufedern, greift das Management zu aggressiven Gegenmaßnahmen. Allein im vergangenen Monat investierte Xiaomi mehr als 3,2 Milliarden Hongkong-Dollar in Aktienrückkäufe – das höchste Volumen seit über zwei Jahren. Zusätzlich belasten ungelöste Rechtsstreitigkeiten in Indien die Bilanz, wo aufgrund von Zollvorwürfen Vermögenswerte in Höhe von 610 Millionen US-Dollar eingefroren sind.
Am 24. März 2026 legt der Vorstand die vollständigen Jahreszahlen für 2025 vor. Dieser Bericht wird konkrete Daten zur Profitabilitätsentwicklung der margenschwächelnden Smartphone-Sparte sowie zum tatsächlichen Jahresgewinn der noch jungen Elektrofahrzeugeinheit liefern. Zudem steht die formelle Entscheidung über eine mögliche erste Abschlussdividende seit dem Börsengang auf der Agenda.
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