Xiaomi Aktie: Flaute unabwendbar?

Xiaomi steht unter Druck durch steigende Speicherkosten, sinkende Elektroauto-Auslieferungen und massive Short-Positionen. Der Jahresbericht am 24. März wird die Lage klären.

Xiaomi Aktie
Kurz & knapp:
  • Massive Kostenschocks durch steigende Speicherpreise
  • Sinkende Auslieferungen im Elektroauto-Segment
  • Short-Seller erzielen Milliardengewinne
  • Strategische Gespräche mit Stellantis im Raum

Short-Seller streichen Milliardengewinne ein, Quartalszahlen nahen — und nebenbei kursieren Berichte über strategische Gespräche mit Stellantis. Xiaomi kämpft gerade auf mehreren Fronten zugleich, und der 24. März dürfte zeigen, wie tief die Spuren des Gegenwinds wirklich reichen.

Speicherpreise fressen Margen, EV-Absatz bricht ein

Der operative Druck kommt von zwei Seiten. Im laufenden ersten Quartal sind die Speicherpreise laut Counterpoint Research um 80 bis 90 Prozent gestiegen — ein massiver Kostenschock für ein Unternehmen, das laut Jefferies rund 60 Prozent seiner Smartphones für unter 150 US-Dollar verkauft. Preiserhöhungen sind in diesem Segment kaum durchsetzbar, ohne Marktanteile zu verlieren. Xiaomi hält die Preise stabil, zahlt dafür aber mit Margendruck.

Das EV-Segment liefert kurzfristig ebenfalls ein trübes Bild: Im Februar sanken die Auslieferungen auf knapp über 20.000 Fahrzeuge, nach mehr als 39.000 Einheiten im Januar. Wachsender Wettbewerb und aggressive Rabattaktionen auf dem chinesischen Markt hinterlassen Spuren.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Xiaomi?

Short-Seller haben das früh eingepreist. Seit dem September-Hoch ist die Hongkonger Aktie um 44 Prozent gefallen — der größte Belastungsfaktor im Hang Seng Tech Index in diesem Zeitraum. Laut S3 Partners LLC beschert das den Leerverkäufern Buchgewinne von 1,8 Milliarden US-Dollar. Das Short-Interesse liegt mittlerweile bei 7,5 Prozent.

Stellantis-Gespräche: Einstieg in Europa?

Parallel zur Kursschwäche sorgen Berichte für Aufsehen, die eine ganz andere Dimension eröffnen. Stellantis soll Gespräche mit Xiaomi und Xpeng geführt haben, um Optionen für einen Umbau der europäischen Aktivitäten zu sondieren — darunter der Erwerb von Anteilen an Maserati oder anderen Marken sowie der Zugang zu europäischen Fertigungskapazitäten.

Für Xiaomi, das bislang ausschließlich in China produziert, wäre das ein strategischer Schritt in den globalen Automobilmarkt. Eine Einigung gibt es bislang nicht, und beide Seiten haben sich nicht öffentlich geäußert. Die Gespräche könnten ergebnislos enden.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Xiaomi?

Was der 24. März bringen könnte

Am 24. März kommt der Vorstand zusammen, um die Jahreszahlen für 2025 zu genehmigen. Die Erwartungen sind gedämpft: Der Konsens laut Bloomberg deutet auf einen Nettogewinnrückgang von rund 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr hin, das Umsatzwachstum soll auf etwa 7,5 Prozent gesunken sein — das schwächste Tempo seit mehr als zwei Jahren.

Strukturell gibt es allerdings auch Lichtblicke. Im dritten Quartal 2025 erzielte die kombinierte EV- und KI-Sparte erstmals einen operativen Quartalsgewinn von 700 Millionen Renminbi, der EV-Umsatz wuchs im selben Zeitraum um fast 200 Prozent. CEO Lei Jun hat die nächste Generation des SU7 angekündigt und peilt für 2026 insgesamt 550.000 EV-Auslieferungen an.

Um den fallenden Kurs zu stützen, hat Xiaomi zuletzt mehr als 3,2 Milliarden Hongkong-Dollar für Aktienrückkäufe eingesetzt — die höchste Rückkaufaktivität seit über zwei Jahren. Ob das reicht, um das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen, wird der Jahresbericht in zehn Tagen zeigen.

Xiaomi-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Xiaomi-Analyse vom 14. März liefert die Antwort:

Die neusten Xiaomi-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Xiaomi-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Xiaomi: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Xiaomi

Xiaomi Jahresrendite