Goldman Sachs hat seine Prognosen für Xiaomi deutlich nach unten korrigiert – und trifft damit ein Unternehmen, das ohnehin schon unter erheblichem Druck steht. Steigende Komponentenkosten, ein schwieriger Smartphone-Markt und rechtliche Risiken in Indien trüben das Bild. Gleichzeitig setzt Xiaomi auf Wachstumstreiber, die langfristig überzeugen könnten.
Goldman bleibt bullish – aber mit niedrigeren Erwartungen
Die US-Investmentbank bestätigte gestern ihr „Buy“-Rating, senkte aber das Kursziel von 47,50 auf 41 HKD. Hintergrund sind zwei strukturelle Belastungen: steigende Upstream-Kosten in der Elektronik- und Automobilindustrie sowie der schrittweise Wegfall staatlicher EV-Subventionen in China, der die Verbrauchernachfrage spürbar gedämpft hat.
Die Prognosekürzungen fallen substanziell aus. Für 2026 reduzierte Goldman Sachs die Umsatzerwartung um 9 % und die bereinigte Nettogewinnprognose um 24 %. Für 2027 sind es immerhin noch 8 % bzw. 20 % weniger als zuvor. Kurzfristiger Gegenwind für den Aktienkurs sei einzukalkulieren, so die Bank – das Chance-Risiko-Profil auf Zwölfmonatssicht bleibe aber attraktiv.
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Die Aktie notiert derzeit rund 48 % unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 7,07 Euro und hat seit Jahresbeginn fast 19 % verloren. Anfang März markierte sie bei 3,44 Euro ein Jahrestief, eine leichte Erholung seitdem blieb begrenzt.
Zwischen Ambitionen und Gegenwind
Trotz des schwierigen Umfelds liefert Xiaomi strategische Impulse. Im EV-Segment übertraf das Unternehmen 2025 die eigenen Ziele deutlich: Statt der angepeilten 300.000 wurden rund 410.000 Fahrzeuge ausgeliefert, die Sparte schrieb im dritten Quartal erstmals schwarze Zahlen. Für 2026 plant Xiaomi 550.000 Einheiten – ein Ziel, das Investoren als moderat einstuften.
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Im Smartphone-Bereich zielt Xiaomi mit dem neuen 17 Ultra (ab 1.499 Euro in Europa) auf das Premiumsegment und fordert damit Samsung und Apple heraus. Das Gerät ist das erste unter einem vertieften Co-Creation-Modell mit Leica, das auf dem MWC 2026 vorgestellt wurde. Ein strukturelles Risiko bleibt jedoch: Der Großteil von Xiaomis Smartphone-Volumen entfällt auf das Mittelpreissegment – genau jene Kategorie, die bei den aktuell stark gestiegenen Speicherpreisen besonders anfällig für Nachfragerückgänge ist.
Hinzu kommt ein eskalierender Steuerstreit in Indien. Behörden werfen Xiaomi Zollhinterziehung bei Lizenzgebühren vor; die ursprüngliche Forderung von 72 Millionen US-Dollar könnte sich mit Strafen auf über 150 Millionen US-Dollar ausweiten. Bereits jetzt sind Vermögenswerte von rund 610 Millionen US-Dollar eingefroren.
Schlüsseltermin am 24. März
Am 24. März legt Xiaomi seine testierten Jahresergebnisse für 2025 vor. Der Vorstand erwägt zudem, erstmals seit dem Börsengang eine Abschlussdividende vorzuschlagen. Goldman Sachs nennt daneben den offiziellen Launch einer neuen SU7-Modellvariante sowie mögliche Upgrades bei der Fahrassistenztechnologie als weitere potenzielle Kurstreiber. Ob diese Impulse ausreichen, um den anhaltenden Abwärtstrend zu stoppen, dürfte der Markt spätestens nach Vorlage der Jahreszahlen beantworten.
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