Der chinesische Technologiekonzern Xiaomi öffnet seine Softwareplattform für Nutzer von Konkurrenzprodukten. Das Unternehmen kündigte gestern für sein Betriebssystem HyperOS 4 eine tiefere Verzahnung mit Apple-Geräten an. Die Neuerungen zielen darauf ab, den Datenaustausch zwischen den Plattformen zu erleichtern und Wechselbarrieren für Anwender abzubauen.
Brückenschlag zum Konkurrenten
Die erweiterte Software-Integration umfasst den direkten Austausch von Daten zwischen Xiaomi- und Apple-Geräten. Nutzer können künftig Fotos, Dateien, Kontakte sowie Internetlinks geräteübergreifend teilen. Zudem sieht die Aktualisierung einen bidirektionalen Zugriff auf Cloud-Fotoalben vor. Auch Benachrichtigungen beider Systeme lassen sich künftig synchronisieren. Die breitere Verteilung des entsprechenden Updates soll am 15. Oktober beginnen.
Dieser Schritt markiert eine strategische Öffnung im hart umkämpften Markt für mobile Betriebssysteme. Indem Xiaomi Schnittstellen zu Geräten von Apple bereitstellt, versucht der Hersteller, technikaffine Kunden anzusprechen, die Produkte beider Marken parallel nutzen.
Schwache Kursentwicklung im laufenden Jahr
Am Aktienmarkt spiegeln sich die Produktinitiativen bislang kaum wider. Im heutigen Handel verzeichnete das Papier einen leichten Rückgang um 0,9 Prozent auf 2,70 Euro. Seit Jahresanfang summiert sich das Minus damit auf 38 Prozent.
Neben dem Kerngeschäft mit Smartphones und Software treibt der Konzern den Aufbau weiterer Geschäftsfelder voran. Vor wenigen Tagen meldete das Unternehmen für September die Auslieferung von mehr als 40.000 Fahrzeugen in seiner Automobilsparte.
Zudem gab die Gesellschaft Anfang des Monats die Ausgabe von 107.800 neuen Aktien im Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms zu einem Ausgabepreis von 2,70 HK$ je Aktie bekannt. Ob der Brückenschlag zu den iOS-Nutzern ab Mitte Oktober für neue Dynamik im Smartphone-Segment sorgen kann, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.
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