Xiaomi Aktie: Jefferies warnt

Die Analysten von Jefferies erwarten einen massiven Rückgang der Smartphone-Auslieferungen bei Xiaomi und senken das Kursziel deutlich. Der Konzern reagiert mit umfangreichen Aktienrückkäufen.

Xiaomi Aktie
Kurz & knapp:
  • Kursziel von Jefferies deutlich gesenkt
  • Massiver Einbruch bei Smartphone-Auslieferungen erwartet
  • Aggressives Aktienrückkaufprogramm läuft weiter
  • Elektroauto-Sparte verzeichnet saisonalen Absatzrückgang

Jefferies zeichnet ein düsteres Bild für Xiaomi: Das Analysehaus senkt das Kursziel drastisch und prognostiziert einen historischen Einbruch bei den Smartphone-Auslieferungen. Der Grund: explodierende Speicherpreise, die die gesamte Branche unter Druck setzen. Gleichzeitig kauft Xiaomi weiterhin aggressiv eigene Aktien zurück – doch die Kursschwäche bleibt bestehen.

Smartphone-Markt vor scharfer Kontraktion

Analyst Edison Lee von Jefferies rechnet mit einem massiven Rückgang der weltweiten Smartphone-Auslieferungen um 31 Prozent auf nur noch 867 Millionen Einheiten in diesem Jahr. Noch vor kurzem ging das Analysehaus von einem Minus von lediglich 12 Prozent aus. Die Verschärfung der Prognose hat konkrete Ursachen: Mobile-DRAM-Preise sind im ersten Quartal um 70 Prozent gegenüber dem Vorquartal gestiegen, NAND-Preise sogar um 80 Prozent. Für das zweite Quartal werden weitere Anstiege von über 50 Prozent erwartet.

Xiaomi trifft es besonders hart. Jefferies schätzt, dass die Auslieferungen des chinesischen Herstellers 2026 um 55 Prozent einbrechen werden. Zwar dürfte der durchschnittliche Verkaufspreis um 31 Prozent steigen, doch das kompensiert den Volumenverlust nur teilweise. Das neue Kursziel liegt bei 30,45 Hongkong-Dollar – ein deutlicher Rückgang vom bisherigen Ziel von 43,36 Hongkong-Dollar. Das Rating bleibt bei „Hold“.

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Rückkäufe als Gegenmittel

Xiaomi reagiert auf die Kursschwäche mit konsequenten Aktienrückkäufen. Am 3. März erwarb das Unternehmen 3,2 Millionen Class-B-Aktien für 100 Millionen Hongkong-Dollar zurück. Das Muster ist klar: An nahezu jedem Handelstag in 2026 kaufte Xiaomi eigene Anteile zurück. Allein im Februar flossen über 3,2 Milliarden Hongkong-Dollar in das Programm – der höchste Betrag seit mehr als zwei Jahren.

Das übergeordnete Rückkaufprogramm hat ein Volumen von bis zu 2,5 Milliarden Hongkong-Dollar. Es soll Investoren beruhigen, die sich wegen intensiviertem Wettbewerb, steigenden Komponentenkosten und Produktsicherheitsbedenken sorgen.

Elektrosparte: Saisonale Delle, strukturelle Fragen

Im Elektrofahrzeug-Geschäft meldete Xiaomi für Februar mehr als 20.000 Auslieferungen – nach über 39.000 im Januar. Der Rückgang ist dem chinesischen Neujahrsfest geschuldet, das die Verkäufe regelmäßig um 30 bis 50 Prozent drückt. Dennoch zeigen sich Investoren enttäuscht vom Jahresziel von 550.000 Fahrzeugen. Zudem dürften die Margen unter Druck geraten, da China seine EV-Subventionen ändert.

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In Europa setzt Xiaomi dagegen auf die Premium-Offensive. Ende Februar präsentierte das Unternehmen in Barcelona die Xiaomi-17-Serie mit Preisen zwischen 999 und 1.999 Euro für das Leica-Leitzphone. Die Strategie: weg vom Billig-Image, hin zu höherwertigen Produkten.

Rechtsstreit in Indien bleibt Risiko

In Indien kämpft Xiaomi weiterhin gegen Vorwürfe der Zollhinterziehung. Behörden fordern mindestens 72 Millionen US-Dollar, die sich durch Strafen und Zinsen auf über 150 Millionen Dollar erhöhen könnten. Gleichzeitig bleiben Vermögenswerte in Höhe von rund 610 Millionen Dollar eingefroren.

Am 24. März veröffentlicht Xiaomi die konsolidierten Jahresergebnisse 2025. An diesem Termin entscheidet der Vorstand auch über eine mögliche Abschlussdividende.

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