Starke KI-Benchmarks auf der einen, ein eskalierender Handelskonflikt auf der anderen Seite — Xiaomi steckt mitten in einem Transformationsprozess, der die Aktie in zwei Richtungen zieht. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 24 Prozent verloren und notiert auf einem 52-Wochen-Tief.
MiMo-V2: Mehr als ein Marketing-Versprechen
Xiaomis neues Sprachmodell MiMo-V2-Pro mit einer Billion Parametern belegt laut dem Artificial Analysis Intelligence Index weltweit Platz 8 — und ist damit das zweitbeste chinesische Sprachmodell überhaupt. Geleitet wird das Projekt von Fuli Luo, einem ehemaligen Mitarbeiter des DeepSeek-R1-Teams. Die Benchmarks reichen an OpenAI und Anthropic heran, die Kosten sollen jedoch deutlich darunter liegen.
Anfang April trat Xiaomi offiziell in den KI-API-Markt ein. Am ersten Tag verarbeitete die MiMo-Plattform über eine Billion Token — ein beachtlicher Start. Das Abonnementmodell TokenPlan richtet sich mit einem 88-prozentigen Einführungsrabatt gezielt an Entwickler, die bisher auf teurere Konkurrenzlösungen gesetzt haben.
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Strukturwandel schlägt sich in den Zahlen nieder
Der Umbau des Konzerns hat seinen Preis. Im vierten Quartal 2025 brach der bereinigte Gewinn um 24 Prozent im Jahresvergleich ein — steigende Speicherkosten und wachsender Wettbewerb setzten dem Ergebnis zu. Gleichzeitig zeigt der interne Strukturwandel, wie tiefgreifend sich Xiaomi verändert: Der Smartphone-Anteil am Bruttogewinn fiel auf rund 15 Prozent, nachdem er Anfang 2024 noch über 40 Prozent betragen hatte. Das Segment rund um Elektrofahrzeuge, KI und neue Initiativen trägt inzwischen fast 35 Prozent bei.
Das EV-Geschäft liefert dabei konkrete Belege für die Wachstumsstory. Das überarbeitete SU7-Modell sicherte sich nach seinem März-Launch über 30.000 verbindliche Bestellungen — 15.000 davon in den ersten 34 Minuten. Das Management hält am Jahresziel von 550.000 Auslieferungen für 2026 fest. Bei anhaltender Dynamik könnte der Automobilbereich noch in diesem Geschäftsjahr den Smartphone-Umsatz überholen.
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Wann kippt die Waage?
KI-Plattform, humanoide Roboter in den eigenen EV-Fabriken, ein eigenes Sprachmodell — das alles klingt beeindruckend, bewegt den Umsatz bislang jedoch kaum messbar. Genau das ist der Knackpunkt für die Aktie: Die neuen Geschäftsfelder müssen einen Schwellenwert erreichen, bei dem sie tatsächlich die Gewinnentwicklung prägen. Hinzu kommt der Makrodruck durch die US-chinesische Zollspirale, die hongkongische Technologiewerte zuletzt flächendeckend belastet hat.
Für die kommenden Wochen bleibt die Frage, ob die KI-Monetarisierung schnell genug Fahrt aufnimmt, um den Gegenwind aus Washington und den anhaltenden Kostendruck bei Speicherchips zu kompensieren. Erst wenn MiMo und das EV-Segment gemeinsam die Gewinnlücke schließen, dürfte die Aktie wieder nachhaltig Boden gutmachen.
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