Xiaomi Aktie: Margen-Alarm!

Explodierende Speicherpreise zwingen Xiaomi zu Preiserhöhungen, während die Elektroauto-Sparte mit hohen Margen überzeugt. Der Aktienkurs notiert nahe dem Jahrestief.

Xiaomi Aktie
Kurz & knapp:
  • Speichermodule kosten bis zu viermal mehr
  • Preiserhöhungen für Redmi-Modelle am 11. April
  • Elektroauto-Sparte mit Bruttomarge von 24 Prozent
  • Aktie verlor seit Jahresanfang 22 Prozent

Starke Hardware-Offensive, schwacher Börsenkurs — bei Xiaomi klaffen Anspruch und Realität derzeit weit auseinander. Während der Konzern am Wochenende seine neue Notebook-Generation präsentierte, kämpft das Management hinter den Kulissen mit explodierenden Komponentenkosten. Die Quittung liefert der Markt: Mit 3,51 Euro notiert das Papier nur knapp über dem jüngsten 52-Wochen-Tief.

Vervierfachte Speicherpreise

Die Lieferkette bereitet der Chefetage akute Kopfschmerzen. Speichermodule kosten aktuell bis zu viermal so viel wie noch im Vorjahresquartal. Um die Bruttomargen im Hardware-Sektor zu retten, zog Xiaomi bereits am 11. April die Reißleine und hob die unverbindlichen Preisempfehlungen für diverse Endgeräte an. Diese Maßnahme trifft ausgerechnet die preisaggressiven Redmi-Modelle hart.

Ökosystem als Rettungsanker

Parallel dazu treibt der Konzern den Ausbau seines Netzwerks voran. Am Wochenende debütierte die neue Redmi Book Serie in China. Mit einem Einstiegspreis von rund 760 US-Dollar zielen die Laptops auf das mittlere Preissegment. Der eigentliche Clou ist die tiefe Integration in die hauseigene Software-Architektur. Laptops, Smartphones und die neuen Elektroautos sollen nahtlos kommunizieren und so die Nutzerbindung massiv erhöhen.

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Lichtblick Elektromobilität

Die junge Automobilsparte liefert indes positive Signale. Die Bruttomarge im EV-Segment kletterte im vergangenen Jahr auf gut 24 Prozent. Für das laufende Jahr peilt Xiaomi 550.000 ausgelieferte Fahrzeuge an. Skaleneffekte greifen hier spürbar.

An der Börse verpuffen diese operativen Erfolge bislang völlig. Seit Jahresanfang verlor die Aktie rund 22 Prozent an Wert und notiert weit unter der 200-Tage-Linie. Ein RSI-Wert von 77 signalisiert obendrein eine kurzfristig überkaufte Situation, was den unmittelbaren Erholungsspielraum einengt.

Am 27. Mai liefert Xiaomi mit den Zahlen für das erste Quartal harte Fakten. Der Bericht wird offenlegen, inwieweit die höheren Endgerätepreise das Verkaufsvolumen in China bereits belasten. Akzeptieren die Kunden die Aufschläge ohne nennenswerte Stornierungen, ebnet das den Weg für eine nachhaltige charttechnische Gegenbewegung.

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