Gestern präsentierte Xiaomi die Bilanz für 2025 und offenbarte eine deutliche Zweiteilung im Konzern. Einerseits feiert die junge E-Auto-Sparte erste operative Gewinne, andererseits erdrücken explodierende Bauteilkosten das etablierte Smartphone-Geschäft. Diese operative Schere zwingt den Tech-Giganten zu einem schwierigen Spagat.
Kostenexplosion im Kerngeschäft
Im vierten Quartal verzeichnete der Konzern zwar solide Erlöse von 116,9 Milliarden Yuan. Der bereinigte Nettogewinn schrumpfte im selben Zeitraum allerdings um 23,7 Prozent auf 6,3 Milliarden Yuan. Das ist der erste vierteljährliche Gewinnrückgang seit drei Jahren.
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Verantwortlich dafür sind die massiv gestiegenen Preise für Speicherchips, die sich laut Marktforschern zuletzt fast verdoppelt haben. Da Xiaomi die Verkaufspreise seiner Smartphones bewusst stabil hält, um Marktanteile zu verteidigen, schmilzt die Gewinnmarge rasant. Besonders das margenschwächere Mittelklassesegment leidet unter dieser Strategie. Analysten von Citi und HSBC prognostizieren für die kommenden Monate zudem sinkende Absatzzahlen im gesamten Smartphone-Segment.
E-Autos als neuer Ertragsbringer
Ein völlig anderes Bild zeichnet die Fahrzeugsparte. Mit 410.000 ausgelieferten Elektroautos im Jahr 2025 übertraf Xiaomi das ursprüngliche Ziel von 300.000 Einheiten deutlich. Das Segment für E-Autos und KI erwirtschaftete dabei erstmals einen operativen Jahresgewinn von 900 Millionen Yuan.
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Firmengründer Lei Jun drückt weiter aufs Tempo und plant für 2026 rund 550.000 Auslieferungen. Parallel baut das Unternehmen seine technologische Basis massiv aus. In den nächsten drei Jahren fließen mindestens 60 Milliarden Yuan in die KI-Forschung. Diese enormen Zukunftsinvestitionen dürften die kurzfristige Profitabilität auf Konzernebene zusätzlich belasten.
Die hohen Ausgaben und der Margendruck im Kerngeschäft spiegeln sich im schwachen Chartbild wider. Mit einem Minus von knapp 21 Prozent seit Jahresanfang notiert das Papier aktuell bei 3,55 Euro und damit in unmittelbarer Nähe zum 52-Wochen-Tief von 3,44 Euro. Ein wachsendes Short-Interesse von 7,3 Prozent des Streubesitzes unterstreicht die aktuelle Vorsicht der institutionellen Investoren. Erreicht das Unternehmen jedoch die anvisierten 550.000 Fahrzeugauslieferungen im laufenden Jahr, etabliert sich die Autosparte als handfestes Gegengewicht zur anhaltenden Chip-Krise.
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