Xiaomi hat am Freitag in Barcelona seine neueste Smartphone-Generation präsentiert und setzt dabei auf Premium-Kameras in Zusammenarbeit mit Leica. Gleichzeitig kauft der Konzern eigene Aktien zurück und kämpft in Indien um Millionen-Zollgebühren vor dem Obersten Gerichtshof.

Flaggschiffe mit Leica-Kameras

Im Mittelpunkt des Launch-Events stand die Xiaomi 17-Serie. Das Premium-Modell Xiaomi 17 Ultra richtet sich an Fotografie-Enthusiasten und verfügt über einen 50MP Light Fusion 1050L Sensor sowie ein 200MP Leica Super-Teleobjektiv. Das 6,9-Zoll Display erreicht eine Spitzenhelligkeit von 3.500 Nits, angetrieben wird das Gerät vom Snapdragon 8 Elite Gen 5 Prozessor.

Neben den Smartphones erweitert Xiaomi sein Ökosystem: Das Tablet Pad 8, die Smartwatch Watch 5, die Redmi Buds 8 Pro und ein Tracking-Gerät namens Xiaomi Tag sind ab sofort weltweit verfügbar.

Aktienrückkäufe und rechtliche Auseinandersetzungen

Parallel zur Produktoffensive kaufte Xiaomi am 27. Februar 2,9 Millionen Aktien der Klasse B zurück – eine Fortsetzung der in den vergangenen Wochen gestarteten Rückkaufprogramme.

Weniger erfreulich entwickelt sich die Situation in Indien: Xiaomi hat einen Rechtsstreit über Zollgebühren und Lizenzzahlungen vor den Obersten Gerichtshof gebracht. Das Ergebnis könnte die Kostenstrukturen in einem der wichtigsten Wachstumsmärkte erheblich beeinflussen.

E-Mobilität unter Beobachtung

Im Bereich Elektromobilität reagiert Xiaomi auf Sicherheitsbedenken. Am 27. Februar kündigte das Unternehmen die Gründung eines Beratungsausschusses an, der die Sicherheit seiner Elektrofahrzeuge in China bewerten soll. Die Aktie notiert aktuell bei 3,76 Euro und damit rund 47 Prozent unter dem im März 2025 erreichten 52-Wochen-Hoch.