Xiaomi hat heute ein neues 52-Wochen-Tief markiert. Das Papier fiel zwischenzeitlich auf 2,79 Euro — und notiert damit fast 58 Prozent unter dem Jahreshoch vom Juni 2025. Dahinter steckt mehr als nur Marktstimmung: Personalfluktuation im wichtigsten Wachstumsmarkt, ein verlustreiches EV-Segment und ein unkontrollierter Markteintritt in Deutschland zeichnen ein unruhiges Bild.
Führungskrise in Indien
Der indische Markt ist für Xiaomi unverzichtbar. Umso schwerer wiegt, dass CMO Anuj Sharma das Unternehmen noch im Juni verlassen wird. Sharma war seit 2018 dabei und hat die Marken Xiaomi und POCO auf dem Subkontinent aufgebaut.
Sein Abgang ist kein Einzelfall. Seit 2022 hat Xiaomi India mehrere hochrangige Manager verloren. Manu Kumar Jain und Raghu Reddy gingen bereits. Heute führt Alexander Tang das operative Geschäft. Der anhaltende Umbruch trifft das Unternehmen in einer Phase, in der es sich mit Premium-Produkten neu positionieren will.
Redmi Turbo 5 mit Rückkaufgarantie
Parallel zur Personalrochade hat Xiaomi heute in Indien das Redmi Turbo 5 vorgestellt. Das Gerät kommt mit einem MediaTek Dimensity 8500 Ultra, einem 7.540-mAh-Akku und 100-Watt-Schnellladen. Der Verkauf startet am 19. Juni, ab rund 35.999 INR.
Das Besondere: Käufer erhalten nach einem Jahr eine garantierte Rückkaufoption über 60 Prozent des Kaufpreises. Die Maßnahme soll Vertrauen schaffen — nötig, denn der Umsatz im ersten Quartal 2026 sank gegenüber dem Vorjahr um knapp 11 Prozent auf 99,1 Milliarden CNY.
EV-Sparte wächst, schreibt aber rote Zahlen
Im Elektroauto-Geschäft liefert Xiaomi gemischte Signale. Im Mai überschritt die monatliche Auslieferungszahl erstmals 30.000 Fahrzeuge. Von Januar bis Mai kamen kumuliert rund 140.000 Einheiten zusammen.
Trotzdem schreibt das Segment Verluste. Das EV- und KI-Geschäft erzielte im ersten Quartal 19,9 Milliarden CNY Umsatz — verbuchte dabei aber einen operativen Verlust von 3,1 Milliarden CNY. Wachstum kostet.
In Europa kommt ein weiteres Problem hinzu. Der deutsche Importeur „Autohelden“ plant, Modelle wie den SU7 und YU7 ohne Xiaomis Zustimmung einzuführen — mit einem Ziel von 16.000 Fahrzeugen im ersten Jahr. Xiaomi Technology Germany distanziert sich ausdrücklich davon und behält sich juristische Schritte vor.
Kursdruck ohne technische Unterstützung
Die Aktie verlor allein in den vergangenen 30 Tagen 17 Prozent. Seit Jahresanfang beträgt das Minus 37 Prozent. Mit einem RSI von 29,7 gilt das Papier als überverkauft — ein Kaufsignal ist das allein aber nicht.
Am 26. August legt Xiaomi die Ergebnisse für das zweite Quartal vor. Analysten rechnen für das Gesamtjahr 2026 mit einem Gewinn je Aktie von 1,12 CNY. Ob Smartphone-Offensive und steigende EV-Auslieferungen dann eine Trendwende belegen können, wird dieser Bericht zeigen.
Xiaomi-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Xiaomi-Analyse vom 16. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Xiaomi-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Xiaomi-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Xiaomi: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

